{"url":"https://www.bild.de/politik/inland/gesetzentwurf-fertig-zuzahlung-fuer-medikamente-rauf-krankengeld-runter-69e0f1b57711c440ff1d95f6?cid=social.bildsocial.exactagconverter.acquisition..69e0f1b57711c440ff1d95f6.free.facebook.Bild","title":"Gesundheitsreform: Höhere Zuzahlungen, weniger Krankengeld","domain":"bild.de","imageUrl":"https://images.pexels.com/photos/12782140/pexels-photo-12782140.png?auto=compress&cs=tinysrgb&h=650&w=940","pexelsSearchTerm":"German health reform","category":"Other","language":"de","slug":"39095f18","id":"39095f18-913a-4666-a0d3-80ad54003787","description":"Gesundheitsministerin Nina Warken hat einen Gesetzentwurf für 19,6 Milliarden Euro Einsparungen 2025 vorgelegt.","summary":"## TL;DR\n- Gesundheitsministerin Nina Warken hat einen Gesetzentwurf für **19,6 Milliarden Euro** Einsparungen 2025 vorgelegt.\n- Zuzahlungen für Medikamente steigen auf **7,50-15 Euro** pro Packung, Krankengeld sinkt auf **65 Prozent** des Bruttolohns.\n- Reform verhindert Beitragserhöhungen, belastet aber Patienten, Kliniken und Pharma stärker als Kassen.\n\n## The story at a glance\nGesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat den Entwurf für eine große Gesundheitsreform fertiggestellt, die Kosten senken soll. Betroffen sind Versicherte, Kliniken, Ärzte und die Pharmaindustrie, während Krankenkassen glimpflich davonkommen. Der Entwurf wird jetzt berichtet, weil er Koalitionsstreitigkeiten klärt und **42,8 Milliarden Euro** bis 2030 einspart. Ziel ist, Beitragserhöhungen für Versicherte zu vermeiden.\n\n## Key points\n- Zuzahlung für verschreibungspflichtige Medikamente: mindestens **7,50 Euro**, maximal **15 Euro** pro Packung (bisher 5-10 Euro); im Krankenhaus **15 Euro/Tag** statt 10 Euro.\n- Belastungsgrenze bleibt bei **2 Prozent** des Bruttoeinkommens (1 Prozent für Chronisch Kranke), z. B. **800 Euro/Jahr** bei 40.000 Euro Einkommen.\n- Beitragsbemessungsgrenze steigt 2027 auf ca. **6.112,50 Euro/Monat** (bisher 5.812,50 Euro), Höherverdiener zahlen mehr Beiträge.\n- Krankengeld nach 6 Wochen: **65 Prozent** des Bruttolohns statt 70 Prozent, maximal 78 Wochen.\n- Zuschüsse für Zahnersatz um **10 Prozent** gekürzt; ab 2028 Zuzahlung für mitversicherte Ehepartner (**3,5 Prozent** der Beiträge), Ausnahmen für Familien mit Kindern etc.\n- Globuli und ähnliche Mittel keine Kassenleistung mehr; Pharma muss höhere Rabatte geben (**1,9 Mrd. Euro** Ersparnis).\n\n## Details and context\nDer Entwurf spart **5 Mrd. Euro** bei Kassen durch Zuzahlungen, **5,1 Mrd. Euro** bei Ärzten (z. B. begrenzte Vergütungssteigerungen), **2,7 Mrd. Euro** bei Kliniken und **1,9 Mrd. Euro** bei Pharma. Kassen sparen nur **100 Mio. Euro** bei Verwaltungskosten (aktuell 13 Mrd./Jahr).\n\nStreit in der Koalition: CDU/CSU wollte, dass der Staat Kosten für Bürgergeld-Empfänger übernimmt (**12 Mrd. Euro** Ersparnis), SPD-Finanzminister Lars Klingbeil blockte das.\n\nBis 2030 sollen insgesamt **42,8 Mrd. Euro** eingespart werden, um Beitragserhöhungen zu stoppen – Versicherte zahlen mehr selbst, Systemkosten sinken.\n\n## Why it matters\nDie Reform stabilisiert das Gesundheitssystem langfristig, verteilt Lasten aber ungleich auf Patienten und Anbieter. Betroffene zahlen mehr aus eigener Tasche, z. B. **67 Euro/Monat** bei 40.000 Euro Einkommen, sparen aber steigende Beiträge. Nächste Schritte hängen von Koalitionsabstimmung ab, finale Umsetzung ist noch unsicher.","hashtags":["#healthcare","#politics","#germany","#savings","#reform"],"sources":[{"url":"https://www.bild.de/politik/inland/gesetzentwurf-fertig-zuzahlung-fuer-medikamente-rauf-krankengeld-runter-69e0f1b57711c440ff1d95f6?cid=social.bildsocial.exactagconverter.acquisition..69e0f1b57711c440ff1d95f6.free.facebook.Bild","title":"Original article"}],"viewCount":2,"publishedAt":"2026-04-17T08:00:16.630Z","createdAt":"2026-04-17T08:00:16.630Z","articlePublishedAt":"2026-04-16T17:12:11.570Z"}