{"url":"https://www.krone.at/4097312","title":"Mogelpackung? Kritik am neuen Polizeidienstzeitmodell","domain":"krone.at","imageUrl":"https://images.pexels.com/photos/7715099/pexels-photo-7715099.jpeg?auto=compress&cs=tinysrgb&h=650&w=940","pexelsSearchTerm":"police officers working","category":"Other","language":"de","slug":"a9118aa9","id":"a9118aa9-1e11-40a1-adad-8c0546d24c5f","description":"Kritik am geplanten neuen Dienstzeitmodell für rund 33.000 Polizisten, das kürzere Schichten und mehr Flexibilität bringen soll.","summary":"## TL;DR\n- Kritik am geplanten neuen Dienstzeitmodell für rund **33.000** Polizisten, das kürzere Schichten und mehr Flexibilität bringen soll.\n- **24-Stunden-Dienste** weg, maximal **13-Stunden-Schichten**, bis **48 Wochenendstunden** monatlich, Test in fünf Regionen.\n- Gewerkschaften warnen vor **Einkommensverlusten** bis **500 Euro netto/Monat** durch weniger Überstunden.\n\n## The story at a glance\nDas Innenministerium plant eine Reform des über 50 Jahre alten Dienstzeitmodells für die österreichische Polizei, um es flexibler, planbarer und familienfreundlicher zu machen. Beteiligt sind Innenminister **Gerhard Karner**, eine Projektgruppe unter Generalmajor **Joachim Huber** und Gewerkschaften wie FSG, FCG und AUF, die den Entwurf ablehnen. Die Berichterstattung läuft seit der Ankündigung im Dezember 2025, mit Teststart im Frühjahr 2026, weil eine Mitarbeiterumfrage Unzufriedenheit mit dem alten System zeigte.[[1]](https://www.bmi.gv.at/news.aspx?id=663064595746313746486F3D)[[2]](https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/weniger-geld-die-krux-mit-der-dienstzeit-reform-der-polizei/403139459)\n\n## Key points\n- Neues Modell ersetzt ungleiche Regelungen durch einheitliches System für alle Inspektionen, mit regionalen Anpassungen möglich.\n- Schichten von **8 bis 13 Stunden**, keine **24-Stunden-Dienste** mehr, um EU-Arbeitszeitrichtlinie und Gesundheitsschutz einzuhalten.\n- Mehr Mitsprache bei Dienstplänen, Wahl zwischen Freizeit- oder Überstundenmodell alle **drei Monate**.\n- Bis **48 Plandienststunden an Wochenenden** monatlich, ein Wochenende frei; Überstunden-Pool für Einsätze.\n- Test in fünf Bezirken: **Gänserndorf (NÖ)**, **Wien-Brigittenau**, **Linz**, **Bregenz (Vorarlberg)**, **Leibnitz (Steiermark)**; Simulation ab Juni 2026, Echtbetrieb danach, bundesweit ab **2027**.[[3]](https://noe.orf.at/stories/3347581)\n- Gewerkschaften kritisieren: Mehr Wochenenddienste mindern Familienzeit, weniger Journaldienste/Überstunden führen zu Einbußen bis **500 Euro netto** monatlich.\n- In NÖ **2.500** Polizisten (Hälfte des Personals) unterschrieben gegen die Pläne; rote, schwarze und blaue Gewerkschaft lehnen Erlass ab.[[2]](https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/weniger-geld-die-krux-mit-der-dienstzeit-reform-der-polizei/403139459)\n\n## Details and context\nDas alte Modell aus den 1970er-Jahren gilt als starr und überlastet durch **zwei Millionen Überstunden** jährlich allein in Wien. Eine Umfrage 2023 mit Beteiligung der Hälfte der Bediensteten zeigte Unzufriedenheit, worauf Generalsekretär **Andreas Achatz** eine 65-köpfige Gruppe beauftragte. Sie berücksichtigte EU-Recht, Gesundheitsforschung und Modelle aus elf Ländern.[[1]](https://www.bmi.gv.at/news.aspx?id=663064595746313746486F3D)\n\nGewerkschaften wie FSG-Vorsitzender **Martin Noschiel** sehen keine Verbesserung der Vereinbarkeit, sondern Verschlechterung durch feste Wochenenddienste und fehlende Freiwilligkeit bei 24-Stunden-Diensten. Besonders in personalarmen Regionen wie Wien fehle Personal für kürzere Schichten.\n\nTestphase umfasst **1.500 Polizisten** in **63 Dienststellen**, mit wissenschaftlicher Evaluation; Änderungen möglich, Personalvertretung wird einbezogen.\n\n## Key quotes\n„Mit dieser Reform setzen wir ein starkes Zeichen für eine zukunftsorientierte Polizei mit modernen Arbeitsbedingungen.“ – **Innenminister Gerhard Karner**[[1]](https://www.bmi.gv.at/news.aspx?id=663064595746313746486F3D)\n\n„Eine Ausweitung der Wochenendbelastung bedeutet eine erhebliche Einschränkung sozialer Anbindung sowie familiärer Planbarkeit.“ – **Martin Noschiel**, FSG-Fraktionsvorsitzender[[2]](https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/weniger-geld-die-krux-mit-der-dienstzeit-reform-der-polizei/403139459)\n\n## Why it matters\nDie Reform betrifft **33.000 Polizisten** und könnte die Sicherheitsversorgung beeinflussen, wenn Personalmangel zu Schließtagen führt. Für Beamte heißt es potenziell weniger Einkommen durch Überstunden, die oft **500 Euro** netto ausmachen, und mehr Wochenendarbeit trotz Versprechen besserer Planbarkeit. Zu beobachten sind Testergebnisse ab Juni 2026, Gewerkschaftsverhandlungen und Personalreaktionen vor dem Rollout 2027.","hashtags":["#police","#austria","#unions","#reform","#laborrights","#securitypersonnel"],"sources":[{"url":"https://www.krone.at/4097312","title":"Original article"},{"url":"https://www.bmi.gv.at/news.aspx?id=663064595746313746486F3D","title":""},{"url":"https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/weniger-geld-die-krux-mit-der-dienstzeit-reform-der-polizei/403139459","title":""},{"url":"https://noe.orf.at/stories/3347581","title":""}],"viewCount":2,"publishedAt":"2026-04-05T19:57:27.946Z"}