{"url":"https://www.spiegel.de/wirtschaft/katherina-reiches-ministerium-bat-enbw-um-argumente-fuer-gaskraftwerke-a-1ce69ada-8eff-444b-a7f9-4eaf4d6e5447?sara_ref=re-so-app-sh","title":"Reiches Ministerium bestellte Gaslobby-Argumente gegen Speicher","domain":"spiegel.de","imageUrl":"https://images.pexels.com/photos/31765312/pexels-photo-31765312.jpeg?auto=compress&cs=tinysrgb&h=650&w=940","pexelsSearchTerm":"German energy ministry meeting","category":"Other","language":"de","slug":"eac7adef","id":"eac7adef-3693-456d-9fd7-8aa19374a585","description":"Spiegel-Recherche zeigt, dass Reiches Wirtschaftsministerium EnBW um Vorschläge bat, die Batteriespeicher bei Kraftwerksauktionen benachteiligen.","summary":"## TL;DR\n- **Spiegel-Recherche** zeigt, dass Reiches Wirtschaftsministerium EnBW um Vorschläge bat, die Batteriespeicher bei Kraftwerksauktionen benachteiligen.\n- Am **13. Januar 2026** schickte EnBW-Lobbyist Holger Schäfer Abteilungsleiter Christian Schmidt „Überlegungen zur 10h-Regel“ – auf Ministeriumsersuchen.\n- Das wirft Fragen zu Nähe zur Gaslobby auf, da Reiche selbst Gas-Hintergrund hat und **41 GW** Kapazitäten bis 2030 plant.\n\n## The story at a glance\nDer *Spiegel* berichtet, dass das Bundeswirtschaftsministerium unter **Katherina Reiche (CDU)** beim Energiekonzern EnBW gezielt Argumente gegen Batteriespeicher und für Gaskraftwerke angefordert hat. Beteiligt sind EnBW-Cheflobbyist **Holger Schäfer** und Ministeriumsmitarbeiter **Christian Schmidt**. Die Enthüllung kommt jetzt, kurz nach der EU-Einigung zur Kraftwerksstrategie im Januar. Reiche, Ex-Gaslobbyistin bei Westenergie, plant Auktionen für bis zu **41 GW** steuerbare Leistung bis 2030 zur Stromsicherung.\n\n## Key points\n- Ministerium bat EnBW um „ergänzende Kriterien zur 10h-Regel“, die Batteriespeicher bei Auktionen faktisch ausschließen würden – zwei Tage vor EU-Einigung am 15. Januar.[[1]](https://www.spiegel.de/wirtschaft/katherina-reiches-ministerium-bat-enbw-um-argumente-fuer-gaskraftwerke-a-1ce69ada-8eff-444b-a7f9-4eaf4d6e5447)[[2]](https://www.n-tv.de/wirtschaft/Katherina-Reiche-soll-bei-Energiekonzern-Argumente-fuer-Gaskraftwerke-bestellt-haben-id30715113.html)\n- EnBW bestätigte: Vorschläge entstanden „auf Ersuchen“ des Ministeriums, nicht eigenständig.[[2]](https://www.n-tv.de/wirtschaft/Katherina-Reiche-soll-bei-Energiekonzern-Argumente-fuer-Gaskraftwerke-bestellt-haben-id30715113.html)\n- Ähnlich bei **RWE**: Lobbypapier gegen Speicher ebenfalls auf Ministeriumswunsch, per *Handelsblatt*-Bericht – Ministerium dementiert nicht.[[3]](https://www.fr.de/politik/reiche-in-bedraengnis-bei-kraftwerkstrategie-gaslobby-praktisch-mit-am-tisch-zr-94263208.html)\n- Ziel: Sicherung der Stromversorgung in Wind- und Sonnenpausen durch Gaskraftwerke; **10 GW** erstes Paket 2026 mit 10h-Mindestlaufzeit, die Speichern benachteiligt.\n- Reiche plant insgesamt **41 GW** bis 2030, nach Non-Paper; Umweltgruppen kritisieren fehlende Klimavorgaben und Subventionen für Fossiles.\n- Lobbykontakte erst nach *Spiegel*-Anfrage im Register gemeldet.\n\n## Details and context\nDie **Kraftwerksstrategie** soll Lücken in der Stromversorgung schließen, da Erneuerbare wetterabhängig sind. Reiche einigte sich im Januar mit Brüssel auf Auktionen; erste **12 GW** 2026, davon **10 GW** mit Kriterien wie 10h-Laufzeit, die Gaskraftwerke begünstigen – Batteriespeicher halten das selten aus.\n\nReiches Hintergrund: Bis 2025 Vorstandschefin bei **Westenergie** (E.ON-Tochter mit Gasfokus), davor CDU-Politikerin und Energielobby. Kritiker sehen Interessenkonflikt; sie betont Versorgungssicherheit.\n\nVergleichbar: Unter Vorgänger Habeck gab es ähnliche EU-Verhandlungen, aber Reiche passte Pläne an, um mehr Gas zu priorisieren. Ob Vorschläge umgesetzt werden, bleibt offen.\n\n## Key quotes\n> „Die Nachricht wurde auf Ersuchen des Ministeriums erstellt.“  \n> (*EnBW* gegenüber *Spiegel*)[[2]](https://www.n-tv.de/wirtschaft/Katherina-Reiche-soll-bei-Energiekonzern-Argumente-fuer-Gaskraftwerke-bestellt-haben-id30715113.html)\n\n## Why it matters\nDie Strategie verteilt Milliarden-Subventionen für Backup-Kapazitäten und prägt Deutschlands Energiewende langfristig. Für Verbraucher und Investoren bedeutet Nähe zu Konzernen wie EnBW höhere Strompreise durch fossile Förderung statt günstiger Speicher; Umweltgruppen warnen vor Klimaschäden. Zu beobachten: EU-Genehmigung der Auktionen, tatsächliche Umsetzung der Kriterien und Reiches Reaktion auf Kritik.","hashtags":["#energiepolitik","#gaslobby","#energiewende","#gaskraftwerke","#enbw","#cdu"],"sources":[{"url":"https://www.spiegel.de/wirtschaft/katherina-reiches-ministerium-bat-enbw-um-argumente-fuer-gaskraftwerke-a-1ce69ada-8eff-444b-a7f9-4eaf4d6e5447?sara_ref=re-so-app-sh","title":"Original article"},{"url":"https://www.spiegel.de/wirtschaft/katherina-reiches-ministerium-bat-enbw-um-argumente-fuer-gaskraftwerke-a-1ce69ada-8eff-444b-a7f9-4eaf4d6e5447","title":""},{"url":"https://www.n-tv.de/wirtschaft/Katherina-Reiche-soll-bei-Energiekonzern-Argumente-fuer-Gaskraftwerke-bestellt-haben-id30715113.html","title":""},{"url":"https://www.fr.de/politik/reiche-in-bedraengnis-bei-kraftwerkstrategie-gaslobby-praktisch-mit-am-tisch-zr-94263208.html","title":""}],"viewCount":2,"publishedAt":"2026-04-15T17:22:52.414Z","createdAt":"2026-04-15T17:22:52.414Z","articlePublishedAt":"2026-04-15T04:24:00.000Z"}