Rechtsextremismus in der Feuerwehr: Chats, Hetze, Aussteiger

Source: zeit.de

TL;DR

The story at a glance

Bei der Feuerwehr häufen sich Schlagzeilen über rechtsextreme oder diskriminierende Vorfälle wie rassistische Chats, Hitlerwitze und rechte Parolen. Die Autorinnen Anna Lea Jakobs und Henrik Rampe sprechen mit Aussteigern wie Florian Main aus einer süddeutschen Großstadt und Nico Scheid aus Thüringen, die solche Szenen miterlebten. Der Artikel erschien am 2. April 2026 und greift anhaltende Skandale auf, die das Vertrauen in die Helfer untergraben. Historisch gab es ähnliche Fälle schon vor Jahren in Städten wie Bremen oder Düsseldorf.

Key points

Details and context

Die Feuerwehr als Abbild der Gesellschaft kämpft mit Rechtsextremismus, der durch Chats, Witze und offene Hetze sichtbar wird – oft ohne Widerspruch der Mehrheit. Aussteiger wie Main und Scheid berichten von Frust über fehlende Reaktionen, was zu Überlegungen führt, den Dienst zu quittieren. In Thüringen mit über 1500 Freiwilligenwehren neben 10 Berufswehren ist das Ehrenamt essenziell.

Eine Feuerwehrleitung setzte auf Rotation, um toxische Muster zu brechen; andere Städte zögern wegen Kosten. Vorfälle erinnern an Skandale wie den Nazi-Chat in Bremen (2020), wo Hitler-Bilder kursierten, oder Sexismus in Düsseldorf – Probleme, die sich fortsetzen.[[2]](https://www.sueddeutsche.de/politik/berufsfeuerwehr-bremen-rechtsextremismus-1.5125956)

Key quotes

"Die Mehrheit ist nicht hetzerisch oder extremistisch unterwegs und trotzdem kam von ihnen keine Reaktion." – Nico Scheid über die WhatsApp-Gruppe.[[3]](https://www.zeit.de/arbeit/2026-02/rechtsextremismus-feuerwehr-skandale-aussteiger)

"Das war die effektivste Maßnahme, um eingefahrene Verhaltensmuster auf den Wachen zu durchbrechen." – Von der Lieth über die Personalrotation.[[1]](https://www.zeit.de/arbeit/2026-02/rechtsextremismus-feuerwehr-skandale-aussteiger/seite-2)

Why it matters

Rechtsextremismus in der Feuerwehr bedroht die Glaubwürdigkeit von Helfern, die in Krisen neutral und inklusiv handeln müssen. Engagierte Aussteiger-Risiken schwächen das Ehrenamtsmodell und lassen Wachen unterbesetzt. Beobachten Sie lokale Maßnahmen wie Rotationen oder Präventionstrainings, deren Erfolg aber vom lokalen Willen abhängt.