Nakiki SE: Windeln.de lebt seltsam weiter an der Börse.
Source: wiwo.de
TL;DR
- Der ehemalige Onlinehändler Windeln.de ist als Nakiki SE wieder an der Börse, nach Insolvenz und mehreren Strategiewechseln.
- Investoren um Meridiana zahlten 350.000 Euro in die Insolvenzmasse und verkauften Ende 2023 mit Gewinn.
- Trotz anhaltend schlechter Geschäfte mit Verlusten konnten einzelne Investoren profitieren, während das Unternehmen auf Bitcoin-Treasury setzt.
The story at a glance
Die WiWo beleuchtet das ungewöhnliche Comeback des insolventen Babyshop Windeln.de als börsennotierte Nakiki SE. Beteiligt sind Investoren wie die Meridiana Capital Group sowie aktuelle Manager um CEO Andreas Wegerich. Der Artikel erschien am 6. April 2026, kurz nach Turbulenzen wie dem Rücktritt des Aufsichtsratschefs und der Ausrichtung auf Bitcoin-Anlagen.
Key points
- Windeln.de meldete 2022 Insolvenz an; Verfahren eröffnet Januar 2023, Plan gläubigerfreundlich bestätigt Dezember 2023, Ende April 2024.
- Meridiana & Co. zahlten Herbst 2023 350.000 Euro in die Masse, erhielten alle Aktien und verkauften Ende 2023 an internationale Investoren – mit Gewinn.[[1]](https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/nakiki-se-das-seltsame-zweitleben-von-windeln.de/100213358.html)
- Nakiki kaufte Prozessfinanzierer Legal Finance SE, später Beteiligung verkauft; jetzige Strategie: Bitcoin-Treasury mit Anleihen und Käufen ab 2026.
- Halbjahr 2025: Kein Umsatz, Verlust 171.000 Euro, Cash niedrig bei 860 Euro; Fokus auf Vorbereitung, operative Umsetzung geplant für 2026.[[2]](https://nakikifinance.com/wp-content/uploads/2026/03/NAKIKI-SE_H1_2025_Bericht_final.pdf)
- Aktie (ISIN DE000WNDL300) volatil, kürzlich bei 0,30 Euro 6-Monats-Tief; +545% über 3 Jahre, aber laufend schwach.
- Jüngste News: Aufsichtsratschef Adrian Fuhrmeister zurückgetreten März 2026, Bitcoin-Bond 9,875% emittiert und gehandelt.
Details and context
Windeln.de war Onlinehändler für Babyprodukte, expandierte europaweit, scheiterte aber am Wettbewerb von Amazon und Co. Nach Insolvenz blieb der Börsenmantel (Notierung Frankfurt) erhalten – ein "Shell" für Neustarts, da Altaktionäre alles verloren.
Meridiana-Gruppe übernahm günstig aus Insolvenz, firmierte zu Nakiki um, testete Prozessfinanzierung, wechselte zu Bitcoin-Strategie: Bitcoin als Kernanlage halten, Cashflows reinvestieren, Finanzierung via Bonds und Kapitalerhöhungen. Das erklärt das "seltsame Zweitleben": Schlechte Zahlen (Cash-Burn, Verluste), aber Spekulationspotenzial durch Hype-Themen wie Bitcoin.
Risiken hoch: Finanzierungsabhängig, Bitcoin-Volatilität, regulatorische Hürden; Chancen in wachsendem Crypto-Markt und Börsenliquidität.
Key quotes
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Why it matters
Es zeigt, wie Insolvenz-Schalen für risikoreiche Neuerfindungen missbraucht werden können, mit Gewinnen für Früh-Investoren auf Kosten späterer. Für Privatanleger bedeutet das hohe Verlustrisiken bei spekulativen Penny-Stocks wie Nakiki, trotz Börsennotierung. Zu beobachten: Bitcoin-Käufe ab 2026, weitere Finanzierungen und HV-Entscheidungen, da Delisting droht bei anhaltendem Misserfolg.