Leise Rückkehr zur Vollzeit in Österreich

Source: diepresse.com

TL;DR

The story at a glance

Österreich hat mit 31 Prozent die zweithöchste Teilzeitquote in der EU nach den Niederlanden, die sich binnen 30 Jahren mehr als verdoppelt hat. Der Artikel von Jeannine Hierländer berichtet über einen Rückgang 2025, vor allem bei Frauen, basierend auf Daten von Statistik Austria und Analysen des Wifo-Ökonomen Helmut Mahringer sowie der Ökonomin Carmen Treml. Dies wird nun thematisiert, da neue Zahlen Ende 2025 einen möglichen Wendepunkt andeuten, inmitten politischer Debatten um Arbeitsstunden und Wohlstand. Österreich leidet unter stagnierenden Gesamtarbeitsstunden trotz Beschäftigungswachstum.

Key points

Details and context

Der langfristige Anstieg der Teilzeitquote resultiert aus Strukturwandel: Industrie und Bau (Vollzeitbranchen) bauten Stellen ab, Dienstleistungen (Teilzeitstark) bauten auf. Wirtschaftskrise und Pandemie verstärkten das, doch 2025 kehrte sich dies um – knappe Arbeitskräfte zwingen Unternehmen, mehr Stunden anzubieten, auch in Teilzeitjobs.

Teilzeitbeschäftigte zahlen reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, haben aber volle Ansprüche auf Leistungen, was bei knappen Budgets politisch umstritten ist. Politiker wie Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fordern mehr Vollzeit, kritisieren mangelnde "Leistungsbereitschaft", was wenig ändert.

Frauen mit besserer Ausbildung drängen öfter in Vollzeit; bei Männern gilt Teilzeit als "Wohlstandsphänomen" ohne starken Vollzeitanreiz. 30-Stunden-Verträge werden Standard für Einsteiger.

Key quotes

»Ich wäre vorsichtig, hier schon von einem Trend zu sprechen. Allerdings sind wir schon davon ausgegangen, dass der Teilzeittrend zumindest schwächer wird.«

Helmut Mahringer, Ökonom am Wifo.[[1]](https://www.diepresse.com/20777425/die-leise-rueckkehr-zur-vollzeit-wieso-der-trend-zur-teilzeit-eine)

»Viele hätten oft nicht mehr den Anreiz, in Vollzeit zu arbeiten.«

Carmen Treml, Agenda Austria, zur "Presse am Sonntag".[[1]](https://www.diepresse.com/20777425/die-leise-rueckkehr-zur-vollzeit-wieso-der-trend-zur-teilzeit-eine)

Why it matters

Der Rückgang der Teilzeitquote könnte Österreichs stagnierende Gesamtarbeitsstunden umkehren und Wohlstand sichern, da mehr Stunden den Fachkräftemangel mildern. Für Arbeitnehmer bedeutet das potenziell höhere Einkommen und bessere Aufstiegschancen, für Unternehmen flexiblere Personalkapazitäten, doch Betreuungspflichten bleiben Hürde vor allem für Frauen. Zu beobachten sind die Daten für 2026 von Statistik Austria, da Experten vorerst nur eine Abschwächung, keinen starken Trend zur Vollzeit sehen.

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