Patienten müssen Rettungswagen-Einsatz zahlen

Source: muensterschezeitung.de

TL;DR

The story at a glance

Krankenkassen in NRW streiten mit Kreisen wie Steinfurt und Warendorf um die Finanzierung von Rettungsdiensten, da sie Fahrten nicht mehr voll erstatten wollen. Im Kreis Steinfurt müssen Patienten ab dem 15. April anteilige Kosten übernehmen. Der Bericht erscheint jetzt, weil die Situation akut wird und Kommunen handeln.

Key points

Details and context

Der Streit dreht sich um Fehleinsätze, bei denen kein Transport ins Krankenhaus erfolgt – Krankenkassen sehen hier keine Pflicht zur vollen Kostenübernahme, während Kreise die Gesamtkosten inklusive Vorhaltekosten tragen müssen.

Bisher übernahmen Kassen die Rechnungen voll, nun nur Pauschalen, was Lücken schafft. Im Münsterland wirkt sich das auf Steinfurt (ca. 360.000 Einwohner) und Warendorf (ca. 280.000) aus, wo Rettungswachen flächendeckend versorgt werden müssen.

Rechtlich sind Kreise Träger des Rettungsdiensts nach RettG NRW, können Defizite nicht selbst decken und leiten Kosten an Patienten weiter, die dann Erstattung bei Kassen beantragen können.

Why it matters

Der Konflikt gefährdet die Finanzierung des Rettungsdiensts in NRW und könnte zu höheren Belastungen für Kommunen oder Bürger führen. Patienten im Münsterland riskieren ab April Rechnungen in dreistelliger Höhe pro Einsatz, auch bei Notfällen. Zu beobachten sind Verhandlungen zwischen Land, Kassen und Kreisen sowie erste Gebührenbescheide.