Ausschuss blockt Heidemark-Pläne für Dabe-Schlachterei.
Source: om-online.de
TL;DR
- Der Cloppenburger Planungsausschuss hat überraschend klar gegen die Weiterentwicklung der Geflügelschlachterei Dabe durch Heidemark gestimmt.
- Abstimmung ergab 8 Nein-Stimmen, 1 Ja-Stimme und 3 Enthaltungen aufgrund von Misstrauen nach Heidemarks Verkauf an einen britischen Konzern.
- Die Entscheidung gefährdet Millioneninvestitionen und Jobs, da frühere Unterstützung für einen Familienbetrieb galt.
The story at a glance
Der Planungsausschuss in Cloppenburg hat die Pläne von Heidemark für Modernisierung und Ausbau der Geflügelschlachterei Dabe in Bethen abgelehnt. Beteiligt sind Heidemark (verkauft an Boparan Private Office), Bürgermeister Neidhard Varnhorn (CDU), der dagegen plädierte, sowie Politiker wie Jan Oskar Höffmann (SPD). Die Berichterstattung kommt nach der Sitzung am 16. April 2026, da Anwohner und Kommunalpolitiker Bedenken wegen Größe und Vertrauensverlust äußern. Die Schlachterei steht seit September 2025 still.
Key points
- Heidemark plant zweistellige Millioneninvestitionen für Modernisierung, Kapazitätserhöhung über 480 Tonnen Geflügel pro Tag und Umstellung von Pute auf Huhn.
- Ausschussmitglieder nannten Vertrauensverlust: Unterstützung galt einem Familienbetrieb, nun Wachstumsprojekt eines internationalen Konzerns nach Verkauf an Boparan im Februar.
- Kritik an Heidemarks Kommunikation, z. B. Einladungen mit Produktproben, die als unpassend empfunden wurden.
- Anwohner befürchten Belastungen nahe dem Wald; Gutachten hielt Auswirkungen für vertretbar, Bewohner sehen es anders.
- Bürgermeister Varnhorn warnte vor Stopp des Verfahrens, da Bestandsschutz besteht und Modernisierung Belastungen mindern könnte.
- Empfehlung geht nun ans Verwaltungsausschuss (11. Mai) und Stadtrat (29. Juni).
Details and context
Die Dabe-Geflügelschlachterei (DaBe für Dartsch Bethen) in Cloppenburg-Bethen wurde 1961 gegründet und 2025 von Heidemark aus Ahlhorn übernommen, um Wachstum zu sichern. Schon damals kursierten Verkaufsgerüchte bei Heidemark, was nun Misstrauen schürt – der Wechsel zu einem Konzern aus Birmingham passt nicht zum lokalen Familienbetrieb, den die Stadt retten wollte.
Heidemark hat Grundstücke und Häuser gekauft, um Zufahrten anzupassen, und prüft sogar Sitzverlegung nach Bethen. Der Landkreis hatte Zufahrtsbedenken, die gelöst wurden. Die Ablehnung wackelt die Investitionen; Heidemark könnte Pläne einschränken müssen.[[1]](https://www.nwzonline.de/cloppenburg-kreis/gefluegelschlachthof-dabe-in-bethen-cloppenburger-ausschuss-sagt-nein-zur-weiteren-planung-von-heidemark_a_4,3,208222327.html)[[2]](https://www.om-online.de/om/gefluegelschlachterei-dabe-ausschuss-stimmt-ueberraschend-deutlich-gegen-heidemark-plaene-906804)
Key quotes
- Jan Oskar Höffmann (SPD): „Bislang war das Ziel, den Bestand zu sichern. Doch jetzt geht es nicht mehr um einen familiengeführten Betrieb, sondern um das Wachstumsprojekt eines internationalen Konzerns. Das sehe ich nicht an dieser Stelle.“[[1]](https://www.nwzonline.de/cloppenburg-kreis/gefluegelschlachthof-dabe-in-bethen-cloppenburger-ausschuss-sagt-nein-zur-weiteren-planung-von-heidemark_a_4,3,208222327.html)
Why it matters
Die Entscheidung zeigt Spannungen zwischen Wirtschaftswachstum, Job-Sicherung und Anwohnerinteressen in ländlichen Regionen. Für Heidemark und Boparan bedeutet sie Unsicherheit bei teuren Investitionen und Expansion im Geflügelmarkt, für Cloppenburg potenzielle Jobverluste. Beobachten Sie die Ausschuss- und Ratssitzungen im Mai und Juni, die endgültig klären, ob Pläne fallen oder angepasst werden.