Ist Satoshi Nakamoto-Identität gelöst? WiWo zweifelt an NYT.
Source: wiwo.de
TL;DR
- Die WiWo diskutiert eine New-York-Times-Recherche, die den britischen Kryptografen Adam Back als Satoshi Nakamoto identifiziert.
- Beweise basieren auf Stil-Analysen von E-Mails und Posts sowie technischen Vorarbeiten wie Hashcash.
- Back dementiert entschieden; das Geheimnis bleibt ungelöst, da kein kryptografischer Beweis vorliegt.
The story at a glance
Die WiWo nimmt Stellung zu einer umfangreichen Recherche der New York Times, die Adam Back, einen 55-jährigen britischen Kryptografen und Blockstream-Mitgründer, als Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto ausweist. Bitcoin entstand 2008 anonym, und die Identität ist seitdem ungeklärt. Der Artikel reagiert auf die NYT-Story vom 8. April 2026 und bewertet deren Stichhaltigkeit skeptisch.[[1]](https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/bitcoin-schoepfer-satoshi-nakamoto-ist-das-groesste-geheimnis-der-bitcoin-welt-geloest/100215528.html)[[2]](https://www.nytimes.com/2026/04/08/business/bitcoin-satoshi-nakamoto-identity-adam-back.html)
Key points
- Bitcoin-Whitepaper erschien 2008 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto; der Schöpfer hielt sich bis 2011 zurück und besaß ca. 1,1 Millionen BTC (aktuell rund 70 Milliarden Euro wert).[[1]](https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/bitcoin-schoepfer-satoshi-nakamoto-ist-das-groesste-geheimnis-der-bitcoin-welt-geloest/100215528.html)
- NYT-Analyse: Drei unabhängige Stil-Vergleiche von 134.308 Posts aus Krypto-Foren zeigen, dass Backs Schreibstil (z. B. 325 Bindestrich-Fehler, davon 67 bei Back) Satoshi am nächsten kommt.[[3]](https://www.trendingtopics.eu/new-york-times-names-adam-back-as-bitcoins-creator-he-flatly-denies-it)
- Back erfand Hashcash 1997, ein Proof-of-Work-System, das Satoshi für Bitcoin übernahm; beide waren in Cypherpunk-Kreisen aktiv.
- Back war nach Bitcoin-Launch auffällig still, mischte sich aber später ein; Satoshi postete zeitgleich zu seinen Beiträgen.
- Adam Back dementiert: „Ich bin nicht Satoshi“ und nennt Übereinstimmungen Zufall; keine Bewegung der Satoshi-Wallets als Beweis.[[4]](https://www.bbc.com/news/articles/cgrl4l1y9yxo)
Details and context
Die WiWo betont, dass frühere Kandidaten wie Craig Wright oder Peter Todd scheiterten, weil sie keine privaten Schlüssel beweisen konnten. Die NYT-Recherche von John Carreyrou (bekannt aus Theranos-Enthüllung) nutzt KI-gestützte Stilometrie, vergleicht britische Schreibweisen und technische Ideen – doch Kritiker sehen Lücken, da viele Cypherpunks ähnliche Muster teilen.
Back, Doktor der verteilten Systeme, gründete Blockstream und bleibt Bitcoin-Promi. Satoshi-Wallets sind seit 2010 inaktiv, was Spekulationen nährt. Die WiWo zweifelt, ob die Story das Rätsel löst, da harte Beweise fehlen.[[5]](https://www.nytimes.com/2026/04/08/business/takeaways-satoshi-nakamoto-bitcoin-adam-back.html)
Key quotes
- Adam Back: „Ich bin nicht Satoshi.“[[1]](https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/bitcoin-schoepfer-satoshi-nakamoto-ist-das-groesste-geheimnis-der-bitcoin-welt-geloest/100215528.html)
- NYT-These: „Adam Back bears the strongest stylistic resemblance to Satoshi Nakamoto.“[[3]](https://www.trendingtopics.eu/new-york-times-names-adam-back-as-bitcoins-creator-he-flatly-denies-it)
Why it matters
Das Rätsel um Satoshi betrifft 70 Milliarden Euro in ruhenden Wallets und könnte Steuer-, Erbschafts- oder Regulierungsfragen aufwerfen. Für Investoren und Nutzer bleibt Bitcoin dezentral, solange keine Wallets bewegt werden; Börsenpreise zeigten bisher keine Reaktion. Zu beobachten: Ob Back oder andere Kandidaten je kryptografisch beweisen oder Wallets aktiv werden – bislang unwahrscheinlich.