PFAS-Sanierung auf Campus Reichhold dauert länger
Source: aargauerzeitung.ch
TL;DR
- Die PFAS-Sanierung auf dem Campus Reichhold in Hausen/Lupfig verzögert sich über den ursprünglichen Zeitplan.
- Rückstände sollten bis März 2026 entfernt sein, wie letztes Jahr angekündigt, der aktuelle Stand bleibt unklar.
- Hiag äußert sich zurückhaltend, während Bauarbeiten auf dem 75'000 m²-Gelände voranschreiten.
The story at a glance
Die Aargauer Zeitung berichtet über Verzögerungen bei der PFAS-Sanierung auf dem Campus Reichhold, einem Gewerbeareal zwischen Hausen und Lupfig, das Hiag entwickelt. Trotz laufender Bauarbeiten und geplanter Mieter wie Oerlikon ist die Schadstoffbeseitigung länger im Gange als erwartet. Der Artikel von Deborah Bläuer erschien heute und greift ein Update zum Stand auf, da Hiag wenig Auskunft gibt.[[1]](https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/brugg/hausenlupfig-pfas-sanierung-auf-campus-reichhold-dauert-laenger-als-gedacht-ld.4147438)
Key points
- Das Areal umfasst 75'000 Quadratmeter und soll ein moderner Gewerbe-Campus mit Produktions- und Büroflächen werden.
- PFAS-Belastungen stammen von ehemaligen Brandübungsplätzen (Nord, Ost, Süd, West); Sanierung mit Aushub und Wiederauffüllung läuft seit April 2025.[[2]](https://www.campus-reichhold.ch/baustelle)
- Ursprünglich geplant: Entfernung der Rückstände bis März 2026, wie im Sommer 2025 mitgeteilt; nun dauert es länger, genaue Gründe und neuer Termin nicht öffentlich.[[1]](https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/brugg/hausenlupfig-pfas-sanierung-auf-campus-reichhold-dauert-laenger-als-gedacht-ld.4147438)
- Hiag, der Arealbesitzer und Entwickler, gibt sich zugeknöpft und liefert keine detaillierten Infos zur Verzögerung oder Finanzierung.
- Trotz Sanierung: Bauprojekte wie für Oerlikon (15'000 m², Bezug Ende 2026) laufen; Baustart April 2025, Investition ca. 60 Mio. CHF.[[3]](https://www.hiag.com/media/d3wjvsie/geschaeftsbericht-2025.pdf)
- Finanzierung der PFAS-Kosten (ca. 8,8 Mio. CHF Ansprüche an Behörden) war zuvor umstritten; laufende Diskussionen mit Kanton Aargau.[[4]](https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/brugg/hausenlupfig-nach-schadstofffund-auf-dem-reichholdareal-wer-bezahlt-eigentlich-die-pfas-sanierung-ld.2785091)
Details and context
Der Campus Reichhold entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Chemiefabrik (Reichhold), deren Altlasten weitgehend saniert waren – bis 2024 zusätzliche PFAS-Funde bei Bauvorbereitungen auftraten. PFAS ("ewige Chemikalien") sind hartnäckige Schadstoffe aus Feuerlöschschaum, die in Böden und Grundwasser gelangen; die Sanierung zielt auf vier Hotspots ab und erfolgt parallel zu Infrastruktur- und Bauarbeiten.
Hiag hat trotz Belastung Baubewilligungen erhalten und Mieterverträge abgeschlossen, z. B. mit Oerlikon für ein Innovationszentrum. Die parallele Durchführung minimiert Verzögerungen für Mieter, erhöht aber Komplexität und Kosten. Frühere Berichte (Juni 2025) fragten, wer die Sanierung finanziert – Hiag oder der Kanton –, was auf regulatorische Auseinandersetzungen hindeutet.[[4]](https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/brugg/hausenlupfig-nach-schadstofffund-auf-dem-reichholdareal-wer-bezahlt-eigentlich-die-pfas-sanierung-ld.2785091)
Key quotes
Keine direkten Zitate verfügbar, da Artikel paywalled; Snippets deuten auf Hiags Zurückhaltung hin ("Hiag gibt sich zugeknöpft").[[1]](https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/brugg/hausenlupfig-pfas-sanierung-auf-campus-reichhold-dauert-laenger-als-gedacht-ld.4147438)
Why it matters
PFAS-Sanierungen sind in Industrieumwandlungen üblich und betreffen Umweltschutz sowie öffentliche Gelder in der Schweiz. Für Mieter, Bauunternehmen und lokale Behörden bedeutet die Verzögerung Unsicherheit bei Zeitplänen und Kosten auf einem Projekt mit 1400 Arbeitsplätzen. Zu beobachten: Offizielle Updates von Hiag oder Kanton zur neuen Fertigstellung und Finanzierung, da Baufortschritt trotz allem anhält.