Der Wassermilliardär aus Brülisau

Source: solothurnerzeitung.ch

TL;DR

The story at a glance

Der Artikel porträtiert Michael Schäff, einen der reichsten Deutschen, der in Brülisau lebt und Firmen mit Sitz in einem abgelegenen Chalet betreibt. Er machte sein Vermögen durch den Verkauf von Grundwasser aus Bayern an Discounter wie Aldi und Edeka, ohne Gebühren dafür zu zahlen. Die Reportage erscheint jetzt, um auf seine diskrete Präsenz in Appenzell Innerrhoden und das umstrittene Geschäftsmodell aufmerksam zu machen.[[1]](https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ressort-ostschweiz/bruelisau-der-wassermilliardaer-aus-dem-alpstein-ld.4131825)[[2]](https://www.saldo.ch/artikel/artikeldetail/buch-die-grosse-pluenderung-der-welt)

Key points

Details and context

Schäff hat seine operative Wasserfirmen wie Altmühltaler größtenteils verkauft, z.B. 2022 an Aldi Nord, behält aber Holding-Strukturen in der Schweiz bei. Das Modell nutzt Lücken im deutschen Recht, wo Grundwasser in manchen Ländern als frei verfügbar gilt – ein Punkt, den Kritiker wie Uwe Ritzer in Büchern als Plünderung des Allgemeinguts sehen.[[8]](https://de.wikipedia.org/wiki/Altm%C3%BChltaler_Getr%C3%A4nke)[[2]](https://www.saldo.ch/artikel/artikeldetail/buch-die-grosse-pluenderung-der-welt)

Brülisau, eine kleine Gemeinde mit rund 500 Einwohnern im Alpstein, zieht durch niedrige Steuern und Diskretion wohlhabende Ausländer an. Innerrhoden praktiziert Pauschalbesteuerung für Ausländer ohne Erwerbstätigkeit vor Ort, was Schäffs Steuerlast begrenzen könnte, solange Einkünfte ins Ausland fließen.[[5]](https://www.aargauerzeitung.ch/ostschweiz/ressort-ostschweiz/bruelisau-der-wassermilliardaer-aus-dem-alpstein-ld.4131825)

Die SZ-Recherche von 2023 machte Schäff erstmals öffentlich; der aktuelle Artikel betont seine Schweizer Spuren und die Debatte um Wasser als Ressource.[[3]](https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/wirtschaft/wasser-mineralwasserhersteller-michael-schaeff-e694470)

Key quotes

Seine Frau am Telefon: «Wir reden nicht mit der Presse.»[[6]](https://www.solothurnerzeitung.ch/ostschweiz/ressort-ostschweiz/bruelisau-der-wassermilliardaer-aus-dem-alpstein-ld.4131825)

Why it matters

Wasser als Allgemeingut wird zunehmend kommerziell ausgebeutet, was in Zeiten von Dürre und Knappheit Debatten über Gebühren und Regulierungen anheizt. Für Schweizer Kantone wie Appenzell Innerrhoden bedeutet das Einnahmen durch Pauschalsteuern von Reichen, aber auch Kritik an Steuerparadiesen. Zu beobachten sind mögliche Gesetzesänderungen in Deutschland zu Wasserpreisen und ob Schäffs Strukturen angepasst werden.