Demo gegen Zürcher Taubentötung

Source: tagesanzeiger.ch

TL;DR

The story at a glance

Rund 150 Menschen demonstrierten am Samstag auf dem Europaplatz nahe dem Zürcher Hauptbahnhof gegen die Tötungspraxis der Stadt Zürich an Stadttauben. Auslöser war ein virales Video von Wildhütern, die Tauben am Bahnhof Stadelhofen fingen und keulten, was über zwei Millionen Aufrufe erhielt. Beteiligt sind Tierschützer wie der Verein Stadttauben Schweiz, Grüne-Politikerinnen und die Stadt, die nun tierfreundlichere Alternativen prüft. Die Debatte dreht sich um Kotprobleme, Fütterungsverbot und Bestandsreduktion.

Key points

Details and context

Die rund 16'000 Stadttauben in Zürich stammen von verwilderten Haus- und Brieftauben ab, die durch menschliche Züchtung einen starken Fortpflanzungstrieb haben und auf Abfälle angewiesen sind. Die Stadt setzt auf Bestandsregulierung, da Fütterungsverbote aus 2023 trotz Kontrollen nicht greifen – Tauben brüten weiter. Tierschützer argumentieren, Tötungen verursachen unnötiges Leid und bekämpfen nur Symptome; Beispiele aus Bern und Winterthur zeigen Erfolge mit Schlägen.

Stadt und Verein wollen beide die Population schrumpfen, uneins sind sie über Methoden: Die Stadt betont Notwendigkeit lokaler Reduktionen wie am Stadelhofen, Tierschützer priorisieren Leidvermeidung. Der Leiter der Wildhüter hält Schläge für ergänzend, nicht ausreichend.

Key quotes

«Ich finde, sie gehören zur Stadt und stören nicht.» – Ellie McDonald, Demonstrantin.

«Je weniger Tauben, desto weniger Leid.» – Nina Bachellerie, Vizepräsidentin Verein Stadttauben Schweiz.

«Ich habe das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind, eine gemeinsame Lösung zu finden.» – Moena Zeller, Stiftung für das Tier im Recht.

Why it matters

Die Debatte zeigt Spannungen zwischen Tierschutz, Stadt Hygiene und Kosten in dicht besiedelten Gebieten. Für Zürcher Bürger bedeutet sie potenziell weniger Kotbelastung, aber auch Entscheidungen über ethische Tierhaltung und Steuergelder. Zu beobachten sind die Monitoring-Ergebnisse Mitte 2026 und ob die Stadt das Augsburger Modell ausbaut oder bei Tötungen bleibt.