Auto als Ritterrüstung blockiert Verkehrswende

Source: utopia.de

TL;DR

The story at a glance

Männerberater und Wirtschaftswissenschaftler Boris von Heesen argumentiert in einem Interview mit Utopia.de, dass traditionelle Männlichkeitsideale – verkörpert durch das Auto als "lackierte Ritterrüstung" – die Verkehrswende in Deutschland blockieren. Autos machen rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen aus, doch der Sektor sinkt nur langsam. Der Artikel vom 4. April 2026 greift das auf, da der Klimawandel und Mobilitätsdebatten drängen.

Key points

Details and context

Von Heesen sieht die deutsche Autokultur seit der Nachkriegszeit als patriarchalen Erbe: Hohe Budgets für Straßen, wenig für Radwege oder Busse. Männer pendeln öfter lang (Vollzeitjobs), fahren risikoreicher und verursachen höhere Kosten – ein Teufelskreis aus Prägung, Politik und Industrie.

Beispiele wie Münster, Tübingen oder München zeigen: Lokale Investitionen in Radinfrastruktur zahlen sich aus. Kommunen können per Straßenverkehrsordnung vorangehen, unabhängig von Bundesebene. Von Heesen plädiert für bundesweite Aufklärung wie bei Gesundheitsthemen, von Kindergarten bis Alter.

Key quotes

„Das Auto ist eine lackierte Ritterrüstung und letzter Schutzraum für Männer.“

(Boris von Heesen im Interview mit Utopia.de)

Mobile Befreiung: Fahrrad und Zufußgehen stärken.“

(Boris von Heesen zu Sofortmaßnahmen)

Why it matters

Die Verkehrswende scheitert ohne Angriff auf gesellschaftliche Rollenbilder, da Autos 20 Prozent der Emissionen ausmachen und Strukturen sich selbst erhalten. Für Alltag bedeutet das: Weniger Autoverkehr könnte 14 Milliarden Euro einsparen und Städte lebenswerter machen, besonders für Pendler und Familien. Beobachten Sie lokale Initiativen in Kommunen und ob Parteien wie die Grünen Diversität in Verkehrsplanung forcieren – in 5 Jahren könnte sich viel ändern, wenn Druck steigt.