Gefräßiger Staat als Defizitursache
Source: cicero.de
TL;DR
- Der Kommentar kritisiert Medienberichte über ein "Milliardenloch" in den Staatskassen als politisches Framing zugunsten höherer Steuern.
- Der Staat nimmt Bürgern immer mehr Geld ab, reicht es aber nie wegen übermäßiger Zuständigkeit für alles.
- Es sei Zeit, den "größenwahnsinnigen" Staat einzuschränken, statt Defizite als Geldmangel darzustellen.[[1]](https://www.cicero.de/innenpolitik/staatsdefizit-grossmutter-aller-probleme)[[2]](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/staatshaushalt-defizit-bund-laender-gxe)
The story at a glance
Ferdinand Knauß argumentiert in Cicero, dass Berichte über ein "Milliardenloch" in den öffentlichen Kassen irreführend sind und den Staat als Opfer darstellen. Der Autor und Cicero-Redakteur greift damit die frisch veröffentlichten Destatis-Zahlen zum Staatsdefizit 2025 von 127,3 Milliarden Euro auf, das um 22,9 Milliarden gestiegen ist.[[2]](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/staatshaushalt-defizit-bund-laender-gxe)[[3]](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/haushalt-defizit-der-oeffentlichen-kassen-steigt-auf-1273-milliarden-euro/100214902.html) Das wird jetzt berichtet, weil das Statistische Bundesamt die Daten am 7. April 2026 herausgebracht hat.[[1]](https://www.cicero.de/innenpolitik/staatsdefizit-grossmutter-aller-probleme)
Key points
- Sichtbarer Einstieg: Der Staat hat nicht zu wenig Geld, sondern nimmt Bürgern zunehmend mehr ab – trotzdem reicht es nie, da er sich für alles zuständig fühlt.
- Kritik am Framing: Formulierungen wie "Milliardenloch" suggerieren Staatspleite und rechtfertigen höhere Abgaben; das habe politische Absicht.
- Kernforderung: Das "größenwahnsinnige Biest" Staat müsse an die Leine genommen werden.
- Bezug zu aktuellen Zahlen: Defizit 2025 bei 127,3 Mrd. Euro (+22,9 Mrd. zu 2024), Bund 85,4 Mrd. (+34,5 Mrd.), Kommunen Rekordminus 31,9 Mrd..[[2]](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/staatshaushalt-defizit-bund-laender-gxe)
- Ursachen des Anstiegs (aus Berichterstattung): Höhere Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur, Klimaschutz sowie Zuschüsse an Sozialversicherungen und Bahn.[[3]](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/haushalt-defizit-der-oeffentlichen-kassen-steigt-auf-1273-milliarden-euro/100214902.html)
Details and context
Der Artikel reagiert direkt auf die Destatis-Publikation vom selben Tag, die ein Defizit von 127,3 Mrd. Euro für 2025 meldet – trotz gestiegener Einnahmen um 5,7 % auf 2.140 Mrd. Euro. Länder und Sozialversicherungen senkten ihr Minus je um über 9 Mrd., doch Bund und vor allem Kommunen trieben den Anstieg.[[2]](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/staatshaushalt-defizit-bund-laender-gxe)
Knauß' Argumentation passt zu seiner konservativen Linie bei Cicero: Statt mehr Steuern oder Schulden braucht es Ausgabenkürzungen und weniger Staatsaufgaben. Fünf Länder wie Bayern wiesen Überschüsse aus, was die Kritik an expansiver Fiskalpolitik unterstreicht.
Der voller Text ist paywalled; diese Zusammenfassung basiert auf sichtbarem Teaser und hochwertiger Berichterstattung (Destatis via ZEIT, Handelsblatt).
Key quotes
„Der deutsche Staat hat nicht zu wenig Geld, sondern er nimmt den Bürgern immer mehr Geld ab. Und trotzdem reicht es nie, weil er sich für alles und jeden zuständig sieht.“ – Ferdinand Knauß in Cicero.[[1]](https://www.cicero.de/innenpolitik/staatsdefizit-grossmutter-aller-probleme)
„Höchste Zeit, das größenwahnsinnige Biest an die Leine zu nehmen.“ – Ebd.[[1]](https://www.cicero.de/innenpolitik/staatsdefizit-grossmutter-aller-probleme)
Why it matters
Das wachsende Defizit belastet die öffentlichen Finanzen langfristig und treibt die Staatsverschuldung trotz Rekordeinnahmen weiter hoch. Für Bürger bedeutet es Druck auf Steuern oder Leistungen, für Unternehmen höhere Abgaben und Unsicherheit. Zu beobachten sind Haushaltspläne 2027 und ob Regierung Prioritäten setzt oder weiter Sondervermögen nutzt.[[2]](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/staatshaushalt-defizit-bund-laender-gxe)