ZEIT macht NSDAP-Kartei durchsuchbar für Familien.

Source: zeit.de

TL;DR

The story at a glance

Die ZEIT hat die NSDAP-Mitgliederkartei aus US-Nationalarchiv und Bundesarchiv-Daten aufbereitet und als Suchtool für Abonnenten freigegeben. Beteiligt sind Redakteure wie Gregor Aisch und Historiker wie Jürgen Falter. Der Grund ist der hohe Andrang auf die kürzlich online gestellten US-Digitalisate, die oft nicht erreichbar waren. Die Kartei entstand im Braunen Haus und überlebte knapp die NS-Vernichtung.

Key points

Details and context

Kurz vor Kriegsende transportierte die NSDAP die Karteien zur Papiermühle in München-Freimann. Der Müller weigerte sich, sie zu zerlegen, sodass die Unterlagen 1945 von US-Truppen geborgen und bis 1994 im Berlin Document Center genutzt wurden. Danach kamen Originale ans Bundesarchiv, Mikrofilme blieben in den USA.

Das Tool ist exklusiv für ZEIT-Abonnenten, da es personenbezogene Daten verarbeitet. Es basiert auf OCR-Durchsuchung, was Treffer bei genauen Angaben zuverlässig macht, aber Namensgleichheiten erfordert weitere Prüfung. Bundesarchiv plant eigene Online-Stellung nach Ablauf von Schutzfristen (100 Jahre nach Geburt oder 10 nach Tod).[[3]](https://www.bundesarchiv.de/nachricht/zugang-zur-nsdap-mitgliederkartei-im-bundesarchiv)

Mitgliedschaft allein sagt wenig über Täterschaft aus; Falter betont in seinem Werk Hitlers Parteigenossen, dass Kontext wie Eintrittsdatum entscheidend ist.[[1]](https://www.zeit.de/wissen/2026-04/nsdap-mitgliederkartei-karteikarten-familienmitglieder-suche)

Key quotes

Keine direkten Zitate im sichtbaren Artikeltext.

Why it matters

Die Freigabe öffnet Millionen Familien die Auseinandersetzung mit NS-Verstrickungen und stärkt die Erinnerungskultur. Leser können nun selbst nach Vorfahren forschen, erhalten aber nur Ausgangspunkte für weitere historische Einordnung. Zu beobachten sind Auswertungen der Daten und Reaktionen auf Funde, solange Schutzfristen greifen.