Jenas Hightech-Stärke trotz Baugewerbe-Rückgang
Source: otz.de
TL;DR
- Jena bewertet seine Wirtschaft als solide Basis mit Hightech-Stärke inmitten globaler Unsicherheiten.
- Baugewerbe erleidet Rückgänge bei Beschäftigtenzahlen, besonders im Wohnungsbau.
- Hohe Kosten und Investitionszurückhaltung dämpfen das Wachstum trotz robuster Industrie.
The story at a glance
Die Stadt Jena analysiert ihre wirtschaftliche Lage als Auf-und-Ab: Eine starke Hightech-Basis sorgt für Stabilität, während globale Unsicherheiten und hohe Kosten zu Vorsicht führen. Betroffen sind vor allem das Baugewerbe mit sinkenden Beschäftigtenzahlen und ein Einbruch im Wohnungsbau, der Investitionshemmnisse signalisiert. Der Bericht erscheint jetzt, da aktuelle Daten die Herausforderungen 2026 verdeutlichen.[[1]](https://www.otz.de/lokales/jena/article411638317/jenas-auf-und-ab-hightech-champion-in-unsicherer-wirtschaftslage.html)[[2]](https://www.jenawirtschaft.de/news/zwischen-druck-und-potenzial-jenas-wirtschaft-im-jahr-2026)
Key moments & milestones
- 1846: Gründung von Carl Zeiss in Jena legt Grundstein für Optik- und Hightech-Standort.
- 1990er: Nach Reunification etabliert sich Jenoptik als Schlüsselspieler neben Zeiss.
- 2019–2024: Beschäftigtenanteil im Verarbeitenden Gewerbe steigt auf 19,7 %, Hightech bei über 17 %.
- 2025: Gewerbesteueraufkommen sinkt von 90 Mio. € auf 70 Mio. €; 60.541 Beschäftigte (–1,4 %).
- Mai 2025: 420 in Kurzarbeit (0,7 % aller Beschäftigten).
Signature highlights
Jena glänzt als Hightech-Champion mit über 17 % Beschäftigten in der Branche – weit über dem Bundesdurchschnitt von unter 10 % –, gestützt durch Jenoptik und Zeiss in Optik, Photonik und Halbleitern. Der Anteil im Verarbeitenden Gewerbe liegt bei 19,7 %, ergänzt durch digitales Wirtschaftswachstum, starkes Handwerk und Mittelstand. Im Wirtschaftswoche-Ranking 2025 landet Jena im oberen Drittel deutscher Großstädte dank Spitzenwerten in Forschung, Innovation und Arbeitsmarktqualität.[[2]](https://www.jenawirtschaft.de/news/zwischen-druck-und-potenzial-jenas-wirtschaft-im-jahr-2026)
Trotz Stabilität drücken globale Unsicherheiten und hohe Kosten: IHK-Erhebung Herbst 2025 zeigt 23 % gute, 42 % befriedigende und 34 % schlechte Geschäftslagen. Investitionen werden geprüft, strategische Pläne vertagt.
Das Baugewerbe verzeichnet klare Rückgänge bei Beschäftigten, besonders der Einbruch im Wohnungsbau deutet auf Zurückhaltung hin. Gewerbeflächen bleiben knapp, doch neue Pläne wie Rothenstein/JenA4 (B-Plan bis Ende 2026) sollen Abhilfe schaffen.
| Sektor | Beschäftigtenanteil | Herausforderung |
|---|---|---|
| Hightech | >17 % | Fachkräftemangel |
| Verarbeitendes Gewerbe | 19,7 % | Globale Unsicherheiten |
| Baugewerbe/Wohnungsbau | Rückgang | Hohe Kosten, geringe Investitionen |
Key quotes
„Die wirtschaftliche Lage ist für viele Unternehmen anspruchsvoll, gleichzeitig zeigt sich, wie robust der Standort Jena strukturell aufgestellt ist.“ – Wilfried Röpke, Geschäftsführer JenaWirtschaft.[[2]](https://www.jenawirtschaft.de/news/zwischen-druck-und-potenzial-jenas-wirtschaft-im-jahr-2026)
„Das Jahr 2026 bleibt herausfordernd – die Jenaer Wirtschaft beweist Wettbewerbsstärke durch hohe Wertschöpfung in Zukunftsbranchen.“ – Wilfried Röpke.[[2]](https://www.jenawirtschaft.de/news/zwischen-druck-und-potenzial-jenas-wirtschaft-im-jahr-2026)
Why it matters
Globale Unsicherheiten treffen Jena als Hightech-Zentrum, wo Optikfirmen wie Jenoptik und Zeiss Wachstum treiben, während traditionelle Sektoren leiden. Für Unternehmen und Stadt bedeuten hohe Kosten und Fachkräftemangel sorgfältigere Investitionen, aber auch Chancen durch Zuwanderung und Flächenentwicklung. Zu beobachten: Erholung im Halbleiterbereich 2026 sowie neue Gewerbegebiete wie Rothenstein/JenA4.[[2]](https://www.jenawirtschaft.de/news/zwischen-druck-und-potenzial-jenas-wirtschaft-im-jahr-2026)