Sick-Betriebsrat gegen 500 Stellenabbau
Source: badische-zeitung.de
TL;DR
- Betriebsrat-Kritik: Der Betriebsrat von Sick fordert bessere interne Prozesse statt des geplanten Stellenabbaus von 500 Jobs in Südbaden.[[1]](https://www.badische-zeitung.de/sick-betriebsrat-fordert-bessere-prozesse-statt-personalabbau)
- Überraschende Größe: Die 500 Stellenkürzungen in Waldkirch, Reute, Freiburg und Donaueschingen haben den Betriebsrat überrascht und werden ohne Konzept abgelehnt.[[1]](https://www.badische-zeitung.de/sick-betriebsrat-fordert-bessere-prozesse-statt-personalabbau)[[2]](https://www.badische-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft)
- Kampfversprechen: Jan Potthast kündigt Widerstand an, Belegschaftseinbindung und Verweis auf den Geschäftsbericht 2024, der Mitarbeiterkompetenzen betont.[[1]](https://www.badische-zeitung.de/sick-betriebsrat-fordert-bessere-prozesse-statt-personalabbau)[[3]](https://uploads2.craft.co/uploads/unified_record/source/document/1173135/d5ec02fe51eff3f03213ac752f4003f283e6f427e6f1e4b60468a0322af05139.pdf)
The story at a glance
Der Betriebsratsvorsitzende Jan Potthast kritisiert in einem Interview mit der Badischen Zeitung die Pläne des Sensorherstellers Sick AG, rund 500 Stellen in Südbaden abzubauen. Statt Kündigungen fordert er Verbesserungen interner Prozesse, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies wird jetzt berichtet, weil Sick kürzlich die Stellenstreichungen angekündigt hat, was den Betriebsrat überrascht hat. Sick ist ein führender Hersteller intelligenter Sensoren mit Hauptsitz in Waldkirch und weltweit über 11.000 Mitarbeitern.[[3]](https://uploads2.craft.co/uploads/unified_record/source/document/1173135/d5ec02fe51eff3f03213ac752f4003f283e6f427e6f1e4b60468a0322af05139.pdf)
Key points
- Sick plant den Abbau von rund 500 Stellen an den Standorten Waldkirch, Reute, Freiburg und Donaueschingen in Südbaden.
- Betriebsrat fordert statt Personalabbau bessere Prozesse, um Kompetenzen und Innovationskraft der Belegschaft zu erhalten.
- Jan Potthast ist überrascht von der Größenordnung und sagt, das letzte Wort sei noch nicht gesprochen.
- Betriebsrat lehnt die Kürzungen ohne schlüssiges Konzept ab und plant, die Belegschaft einzubinden und zu kämpfen.
- Im Geschäftsbericht 2024 heißt es: Sick sei auf die Kompetenzen, Qualifikation, Innovationskraft und Motivation aller Mitarbeitenden angewiesen.
- Umsatz 2024 sank auf 1,737 Mrd. Euro (2023: 1,963 Mrd. Euro), operatives Ergebnis auf 55 Mio. Euro (2023: 150 Mio. Euro).[[3]](https://uploads2.craft.co/uploads/unified_record/source/document/1173135/d5ec02fe51eff3f03213ac752f4003f283e6f427e6f1e4b60468a0322af05139.pdf)
Details and context
Das Interview mit Jan Potthast fand am Sick-Standort in Reute statt. Der Betriebsrat verweist auf den Konzernabschluss 2024, der einen Umsatzrückgang und sinkende Profitabilität zeigt, aber die Abhängigkeit von Mitarbeitern betont. Sick hat rund 11.000 Mitarbeiter weltweit, davon etwa 6.000 im Inland; die Kürzungen betreffen Südbaden-Standorte.[[3]](https://uploads2.craft.co/uploads/unified_record/source/document/1173135/d5ec02fe51eff3f03213ac752f4003f283e6f427e6f1e4b60468a0322af05139.pdf)
Potthast und die Betriebsratsspitze sehen in Prozessoptimierungen den Weg zur Wettbewerbsfähigkeit, nicht im Stellenabbau. Sie haben auf Infoveranstaltungen der Belegschaft den Widerstand signalisiert. Weitere Maßnahmen wie Produktionsverlagerungen ins Ausland sind geplant, was Unsicherheit schürt.[[4]](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/sick-waldkirch-plant-stellenabbau-100.html)
Key quotes
- „Die Größenordnung hat uns definitiv überrascht – und hierzu ist sicher das letzte Wort auch noch nicht gesprochen.“ – Jan Potthast, Betriebsratsvorsitzender.[[1]](https://www.badische-zeitung.de/sick-betriebsrat-fordert-bessere-prozesse-statt-personalabbau)
- „Sick ist als hoch innovatives Technologieunternehmen auf die Kompetenzen, die Qualifikation, die Innovationskraft und die Motivation aller Mitarbeitenden angewiesen.“ – Aus dem Geschäftsbericht 2024.[[3]](https://uploads2.craft.co/uploads/unified_record/source/document/1173135/d5ec02fe51eff3f03213ac752f4003f283e6f427e6f1e4b60468a0322af05139.pdf)
Why it matters
Die Kürzungen bedrohen Hunderte Jobs in der südbadischen Hightech-Industrie und zeigen Kostendruck bei Sensorherstellern inmitten globaler Konkurrenz. Für Beschäftigte bei Sick bedeutet das Unsicherheit, für den Standort Waldkirch Verluste in einer Schlüsselbranche mit über 11.000 globalen Mitarbeitern. Zu beobachten sind Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Vorstand sowie ein mögliches Konzept für Prozesse oder weitere Verlagerungen.