Miriam Davoudvandi: Armut lässt einen glauben, man verdiene nichts Besseres
Source: tagesspiegel.de
- Miriam Davoudvandi beschreibt in einem Interview ihre Erfahrungen mit Armut in Deutschland als bildungsbürgerliche Familie.
- Trotz Hartz-IV-Bezug und 400 Euro Miete fehlen oft Geld für Essentials wie Hygieneartikel oder Freizeit.
- Langfristig führt die Armut zu Scham und Selbstzweifeln, wodurch Betroffene glauben, Luxus nicht zu verdienen.
Miriam Davoudvandi, Autorin des Buches „Die da oben“, spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über Armut aus der Perspektive einer gebildeten Familie. Sie erzählt, wie sie mit Mann und Kind monatelang von Hartz-IV lebte und sich selbst einschränkte. Der Kern ist, dass Armut nicht nur finanzielle Knappheit bedeutet, sondern tiefe psychologische Wunden schlägt. Das Thema ist relevant, weil es zeigt, dass Armut jeden treffen kann - auch Akademiker - und gesellschaftliche Vorurteile entlarvt.