Rostocker kämpfen um Tram-Stopp am Neuen Friedhof
Source: ostsee-zeitung.de
TL;DR
- Rostocker Anwohner protestieren gegen die geplante Stilllegung der Straßenbahnhaltestelle Neuer Friedhof wegen Brückenbaus.
- Eine Petition mit über 3.000 Unterschriften fordert Neubetrachtung der Pläne durch RSAG und Stadt.
- Der Widerstand könnte den ÖPNV-Komfort für Familien und Pendler in wachsenden Vierteln erhalten.
The story at a glance
Rostocker Bürger, angeführt von Initiator Steffen Rex, kämpfen per Petition gegen den Wegfall der Tramhaltestelle Neuer Friedhof. Die RSAG und Stadt wollen sie ab Herbst 2026 durch Busse ersetzen, da beim Neubau der Rennbahnallee-Brücke keine Schienenüberführung mehr vorgesehen ist. Der Bericht kommt jetzt, weil die Petition das Quorum erreicht hat und am 17. April an Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger übergeben wird.
Key points
- Haltestelle entfällt wegen Sanierung der maroden Rennbahnallee-Brücke; Tramlinie zwischen Zoo und Friedhof wird gestrichen, Busse als Ersatz geplant.[[1]](https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-tram-linie-bis-rostock-neuer-friedhof)[[2]](https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/rostock/rostock-protest-gegen-aus-fuer-strassenbahnhaltestelle,mvregiorostock-3130.html)
- Petition gestartet am 24. Februar 2026 von Steffen Rex; über 3.202 Unterschriften, davon 2.310 aus Rostock (Quorum erfüllt).[[1]](https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-tram-linie-bis-rostock-neuer-friedhof)
- Kritik an alten Nutzungsstatistiken vor Corona; neue Wohngebiete wie Kiefernweg (228 Parzellen), Kita-Bau und Wachstum in Kritzmow schaffen mehr Fahrgäste, vor allem junge Familien.[[1]](https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-tram-linie-bis-rostock-neuer-friedhof)
- Vorteile der Tram: barrierefrei zum größten Friedhof, bequemer für Behinderte, direkte Umstiege für Schüler/Pendler; passt zu Tram West-Plänen für bessere Nordwest-Anbindung.
- SPD-Fraktion stellt Antrag für Bürgerschaftssitzung am 22. April 2026: Planungen überarbeiten, RSAG prüfen, ob Haltestelle erhalten werden kann.[[2]](https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/rostock/rostock-protest-gegen-aus-fuer-strassenbahnhaltestelle,mvregiorostock-3130.html)
Details and context
Die Rostocker Straßenbahnlinien nutzen die Brücke zur Anfahrt des Neuen Friedhofs in der Gartenstadt. Beim Neubau fällt die Überführung weg, da RSAG auf alte Daten setzt, die aktuelle Nachfrage unterschätzen – post-Corona stieg die Nutzung, plus Neubau in Kiefern-/Fichtenweg und Kritzmow.
Alternativen wie Busse gelten als weniger komfortabel, besonders für Rollstuhlfahrer oder bei Umstiegen zum Parkstraße-Knotenpunkt. Erhalt würde zukünftige Erweiterungen zur West-Tangente und Südblick P+R ermöglichen, wo Trassen reserviert sind.
Rostock zählt zu Deutschlands autoreichsten Städten; Petition betont, ÖPNV diene nicht Profit, sondern Mobilitätswende. SPD-Antrag zielt auf Kostenprüfung ab Herbst 2026.
Key quotes
Keine direkten Zitate aus dem Originalartikel verfügbar; Petitionstext warnt: „Öffentlicher Nahverkehr muss komfortabel für alle Bürgerinnen und Bürger [...] bleiben!“[[1]](https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-tram-linie-bis-rostock-neuer-friedhof)
Why it matters
Die Entscheidung betrifft den Nahverkehrsausbau in Rostock und ob neue Linien wie Tram West alte Verbindungen opfern. Anwohner in Gartenstadt und Kritzmow verlieren direkte Tram zur Innenstadt, müssen auf Busse ausweichen – schlechter für Familien, Ältere und Pendler. Beobachten Sie die Bürgerschaftssitzung am 22. April 2026 und die Übergabe am 17. April; ein Erhalt könnte Pläne verzögern oder anpassen.