Bharat Forge schließt Werk in Ennepetal – einstiger Retter zieht sich zurück.
Source: wp.de
TL;DR
- Indischer Konzern Bharat Forge plant Schließung des Werks Bharat Forge CDP in Ennepetal nach 187-jähriger Firmengeschichte.
- 400 Beschäftigte verlieren ihren Job, Produktion läuft bis Sommer 2027 weiter.
- Betroffen sind Region und Stadt durch Verlust eines großen Arbeitgebers und Gewerbesteuerzahlers.
The story at a glance
Der indische Konzern Bharat Forge gibt die geplante Schließung seines Stahlschmiedewerks Bharat Forge CDP in Ennepetal an, das er 2003 aus der Insolvenz von Carl Dan Peddinghaus übernommen hatte.[[1]](https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/aus-autozulieferer-cdp-ennepetal-100.html)[[2]](https://www.wp.de/lokales/ennepetal-gevelsberg-schwelm/article411742818/bharat-forge-cdp-schliesst-werk-in-ennepetal-indischer-konzern-einst-der-retter.html) Beteiligt sind der Mutterkonzern, Geschäftsführer Rudolf Meidinger, Betriebsrat sowie IG Metall-Sekretärin Elin Dara. Die Meldung kommt nach der Aufsichtsratsentscheidung vom 9. April 2026, getrieben durch Marktherausforderungen und Kostennachteile in Deutschland.[[3]](https://m.economictimes.com/industry/indl-goods/svs/steel/bharat-forge-board-approves-restructuring-of-steel-forging-ops-of-german-subsidiary/articleshow/130140098.cms) Bharat Forge war einst Retter des Traditionsbetriebs.
Key points
- Werk in Ennepetal (Altenvoerde) produziert Schmiedeteile aus Stahl und Aluminium für die Automobilindustrie, andere Standorte wie Altenvoerde bleiben unbetroffen.[[1]](https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/aus-autozulieferer-cdp-ennepetal-100.html)
- Aufsichtsrat genehmigt phasierte Umstrukturierung mit solventer Liquidation, Finanzierung bis 30 Millionen Euro für Abwicklung.[[4]](https://www.capitalmarket.com/markets/news/corporate-news/Bharat-Forge-board-approves-restructuring-of-steel-forging-operations-of-German-subsidiary/1684899)
- Produktion endet Sommer 2027, vollständige Abwicklung bis Ende 2027, viele Mitarbeiter seit Jahrzehnten dabei.[[1]](https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/aus-autozulieferer-cdp-ennepetal-100.html)
- Kein Sozialplan vorhanden, Betriebsrat schaltet Anwalt und Berater ein für Verhandlungen.
- Unklarheit für Auszubildende, deren Ausbildung über Sommer 2027 hinausgeht.
- IG Metall und Betriebsrat nennen Pläne „Katastrophe“, langwierige Gespräche erwartet.
Details and context
Bharat Forge übernahm 2003 die insolvente Carl Dan Peddinghaus (CDP) in Ennepetal, rettete damals Hunderte Jobs und investierte in den Standort – ein Traditionsunternehmen seit 1839 mit Fokus auf Autozulieferteile.[[2]](https://www.wp.de/lokales/ennepetal-gevelsberg-schwelm/article411742818/bharat-forge-cdp-schliesst-werk-in-ennepetal-indischer-konzern-einst-der-retter.html)[[5]](https://www.bharatforge.com/media/press-release/2022/311/press_page) Der Konzern begründet die Schließung nun mit anhaltenden Marktproblemen und hohen Kosten in Deutschland, trotz früherer Erfolge.
Die Belegschaft erfuhr die Pläne am 9. April 2026 von neuem Geschäftsführer Rudolf Meidinger in einer Ansage, die wie eine Bombe einschlug.[[6]](https://www.wp.de/lokales/ennepetal-gevelsberg-schwelm/article411702888/katastrophe-fuer-menschen-und-region-bharat-forge-cdp-in-ennepetal-vor-dem-aus.html) Betriebsversammlungen und Verhandlungen zu Abfindungen folgen, während die Region einen großen Gewerbesteuerzahler und Arbeitgeber verliert.
Key quotes
„Das ist eine Katastrophe für die Menschen und die Region.“ – Elin Dara, IG Metall-Sekretärin.[[1]](https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/aus-autozulieferer-cdp-ennepetal-100.html)
„Am Ende bleibt nur eine Industriebrache übrig.“ – Elin Dara, IG Metall.[[1]](https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/aus-autozulieferer-cdp-ennepetal-100.html)
Why it matters
Die Schließung bedroht 400 Existenzen in einer Region mit schwächer werdender Autozulieferindustrie und unterstreicht globale Kostendrucke auf deutsche Standorte. Für Beschäftigte, Stadt Ennepetal und Lieferanten bedeutet das Jobverluste, fehlende Steuereinnahmen und mögliche Brachen. Zu beobachten sind Sozialplan-Verhandlungen und ob die Liquidation bis Ende 2027 durchgeht oder rechtliche Hürden aufgehen.