Stuttgart kürzt Förderung für Heizung, Solar und Dämmung

Source: stuttgarter-zeitung.de

TL;DR

The story at a glance

Die Stadt Stuttgart hat Vorschläge für geringere städtische Zuschüsse bei privaten Maßnahmen zur Energiewende vorgestellt, darunter Heizungstausch, Solaranlagen und Dämmung. Beteiligt sind das Amt für Umweltschutz unter Leiter Andreas Neft, der Ausschuss für Klima und Umwelt sowie Umweltbürgermeister Peter Pätzold. Die Vorstellung erfolgte kürzlich im Ausschuss, mit Beratung im April und möglichem Inkrafttreten ab 1. Mai. Die Änderungen kommen, weil die Stadt Geld sparen und mehr Anträge fördern will, zusätzlich zu Bundeszuschüssen.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.energiewende-in-stuttgart-in-stuttgart-aendert-sich-die-foerderung-fuer-heizungstausch-solar-und-daemmung.2e47f1be-8df9-4772-8e09-b4cde924cd27.html)

Key points

Details and context

Die Vorschläge wurden mit Handwerkern und Energieberatern abgestimmt, um nicht nur zu sparen, sondern mehr Anträge zu ermöglichen, sagte Amtsleiter Andreas Neft. Die städtischen Zuschüsse kommen immer zusätzlich zu hohen Bundeszuschüssen, die kombiniert werden dürfen. Bisherige Sätze gelten noch bis zum Inkrafttreten der Neuen, der Ausschuss berät im April über mögliche Anpassungen.

Luft-Wasser-Wärmepumpen dominieren die Heizungsanträge bei weitem, Fernwärme und Pelletheizungen sind selten. Solaranlagen wurden massiv genutzt. Unklar bleibt die geplante Einsparungshöhe der Stadt.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.energiewende-in-stuttgart-in-stuttgart-aendert-sich-die-foerderung-fuer-heizungstausch-solar-und-daemmung.2e47f1be-8df9-4772-8e09-b4cde924cd27.html)

Key quotes

„Man habe die neuen Regeln abgestimmt mit Handwerkern und Energieberatern. Ziel sei es, mit den neuen Regeln nicht nur Geld zu sparen, sondern unterm Strich auch mehr Anträge zu fördern.“ – Andreas Neft, Leiter des Amts für Umweltschutz.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.energiewende-in-stuttgart-in-stuttgart-aendert-sich-die-foerderung-fuer-heizungstausch-solar-und-daemmung.2e47f1be-8df9-4772-8e09-b4cde924cd27.html)

Umweltbürgermeister Peter Pätzold (Grüne): „Die Förderung von Bund und Stadt sei womöglich nie wieder so hoch wie derzeit.“[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.energiewende-in-stuttgart-in-stuttgart-aendert-sich-die-foerderung-fuer-heizungstausch-solar-und-daemmung.2e47f1be-8df9-4772-8e09-b4cde924cd27.html)

Why it matters

Die Kürzungen betreffen Tausende Stuttgarter Haushalte, die auf städtische Zuschüsse für teure Energiewende-Maßnahmen angewiesen sind, und passen in den Kontext knapper Kommunalbudgets. Für Hausbesitzer sinken die Zuschüsse spürbar, z. B. bei Wärmepumpen oder Solaranlagen, bleiben aber mit Bundeshilfen kombinierbar – wer jetzt plant, profitiert noch von höheren Sätzen. Zu beobachten sind die Ausschussberatung im April und die endgültige Beschlusslage, da Änderungen möglich sind.

What changed

Bisher: 15 Prozent der Investitionskosten für Wärmepumpen (z. B. 4500 Euro bei 30.000 Euro), bis 350 Euro pro Kilowattpeak für Solar, Bonus für ökologische Dämmstoffe.

Künftig: Pauschale 300 Euro pro Kilowatt für Wärmepumpen, 30 Cent pro Jahresertrag für Solar, Streichung des Öko-Bonus bei Dämmung plus neuer Bonus für Geringverdiener/Denkmäler; abgeschafft für Balkonkraftwerke, Pelletlager, Öltanks.

Zeitplan: Vorgestellt kürzlich, Beratung April, Inkrafttreten ab 1. Mai oder 1. Juni 2026.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.energiewende-in-stuttgart-in-stuttgart-aendert-sich-die-foerderung-fuer-heizungstausch-solar-und-daemmung.2e47f1be-8df9-4772-8e09-b4cde924cd27.html)

FAQ

Q: Welche Fördersätze gelten künftig für Wärmepumpen in Stuttgart?

A: Die Stadt schlägt 300 Euro pro Kilowatt Leistung vor, z. B. 1800 Euro bei 6 kW für Neubau oder 4500 Euro bei 15 kW für altes Haus. Bisher waren es 15 Prozent der Kosten, bei 30.000 Euro also 4500 Euro. Die Alten Sätze gelten noch bis zum Inkrafttreten.

Q: Wie ändert sich die Solarförderung?

A: Künftig 30 Cent pro jährlichem Kollektorertrag mal Anzahl Kollektoren, vereinfacht 30 Prozent eines Jahresertrags, z. B. 2400 Euro bei 8000 kWh. Bisher maximal 350 Euro pro Kilowattpeak, im Beispiel 2800 Euro. Weniger gibt es auch für Stromspeicher.

Q: Was wird bei Dämmung gestrichen oder neu gefördert?

A: Zuschüsse sinken im Schnitt um 10 Prozent, der Bonus für ökologische Baustoffe fällt weg. Neu kommt ein 10-Prozent-Bonus für finanziell Schwache oder Denkmalschutzobjekte.

Q: Wann treten die neuen Regeln in Kraft?

A: Am 1. Mai oder spätestens 1. Juni, nach Beratung im Ausschuss für Klima und Umwelt im April. Noch nichts ist final beschlossen, Änderungen möglich.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.energiewende-in-stuttgart-in-stuttgart-aendert-sich-die-foerderung-fuer-heizungstausch-solar-und-daemmung.2e47f1be-8df9-4772-8e09-b4cde924cd27.html)