Stückls "Arturo Ui" am Volkstheater - Ambitioniert, aber nicht überzeugend
Source: abendzeitung-muenchen.de
- Regisseur Christian Stückl inszeniert Brechts Klassiker als Warnung vor modernem Autoritarismus, vermeidet dabei aber klassische Hitler-Karikaturen.
- Die Produktion verbindet Al Capone-Ästhetik mit politischen Bezügen zur Gegenwart, was konzeptionell reizvoll wirken sollte.
- Trotz ambitionierter Ansätze hat die Umsetzung Längen und mangelt es an dramaturgischem Esprit.
Christian Stückl, Intendant des Münchner Volkstheaters, hat Bertolt Brechts "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" inszeniert - ein politisches Lehrstück über Machtgreifung und Faschismus. Die Produktion versucht, das historische Stück auf die gegenwärtige Zeit zu übertragen und die Mechanismen von Autoritarismus neu zu befragen, anstatt sich in historischen Vergleichen zu verfangen.