Unnötige Behandlungen: Sechs Fälle, bei denen Sie ablehnen sollten
Source: zeit.de
TL;DR
- Der Artikel warnt vor unnötigen medizinischen Behandlungen in Deutschland, die trotz fehlender Evidenz vorgeschlagen werden.
- 230.000 Ärzte in Kliniken und 170.000 in Praxen führen oft schädliche Diagnosen, Medikamente oder Operationen durch.
- Patienten sollten bei Zweifeln einen zweiten Arzt konsultieren, um Schäden durch Überversorgung zu vermeiden.
The story at a glance
Ärzte in Deutschland schlagen häufig Maßnahmen vor, die Studien und Leitlinien als unnötig oder schädlich einstufen. Der Beitrag in DIE ZEIT nennt sechs solcher Fälle und rät, bei bestimmten Empfehlungen einen anderen Arzt zu fragen. Er erschien am 7. April 2026, inmitten anhaltender Debatten um Überversorgung im Gesundheitssystem.
Key points
- In Deutschland arbeiten 230.000 Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern sowie 170.000 in Praxen, doch viele Maßnahmen folgen nicht der Evidenz.[[1]](https://www.zeit.de/gesundheit/2026-04/unnoetige-medizinische-behandlungen-evidenz-operation-ueberversorgung)
- Ärzte greifen oft zu Apparaten, Blutabnahmen oder Skalpellen, obwohl Leitlinien davon abraten – mit Folgen wie falschen Diagnosen oder neuen Krankheiten.
- Der Artikel verspricht sechs konkrete Fälle unnötiger Behandlungen, bei denen Patienten verzichten sollten; typische Beispiele aus ähnlichen Quellen sind Schilddrüsen-Operationen (nur 10 Prozent notwendig) und Bildgebung bei Rückenschmerzen.
- Überversorgung entsteht durch das Motto „Viel hilft viel“, führt zu unnötigen Kosten und Risiken für Gesunde, die als Kranke rausgehen.
- Evidenz aus Studien und Expertengremien wird ignoriert, was Patienten unnötig belastet.
Details and context
Die Medizin in Deutschland leidet unter Überversorgung: Zu viele Eingriffe wie Schilddrüsen- oder Eierstock-Operationen (nur 10 Prozent medizinisch nötig) oder Antibiotika bei Viren erfolgen ohne Nutzen, oft aus Angst vor Krebs oder Druck durch Patienten.[[2]](https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/unnoetige-medizinische-behandlungen-deutschland-mit-hoher-ueberversorgung-von-patienten-art-4543378) Initiativen wie „Klug entscheiden“ (deutsche Variante von Choosing Wisely) listen solche Fälle auf, um Überdiagnostik und Übertherapie zu reduzieren.
Hintergründe sind finanzielle Anreize in Kliniken, fehlende Kommunikation und veraltete Gewohnheiten – Studien zeigen, dass bis zu 90 Prozent mancher Rücken-Operationen vermieden werden könnten.[[3]](https://www.aerztezeitung.de/Politik/Techniker-Kasse-Wer-Ruecken-hat-landet-zu-schnell-auf-dem-OP-Tisch-449196.html) Der ZEIT-Beitrag passt zu laufenden Diskussionen, etwa der Bertelsmann-Studie von 2019, die sechs Bereiche mit Überversorgung benennt.
Key quotes
Keine direkten Zitate aus dem Artikel verfügbar, da der volle Text paywalled ist.
Why it matters
Überversorgung belastet das Gesundheitssystem mit hohen Kosten und schadet Patienten durch Risiken wie Infektionen oder falsche Therapien. Betroffene können unnötige Eingriffe vermeiden, indem sie Evidenz nachfragen und Zweitmeinungen einholen. Zu beobachten sind Fortschritte durch „Klug entscheiden“-Kampagnen, deren Wirkung aber regional variiert.