Sanierung ohne Drama an Giacomettistrasse

Source: derbund.ch

TL;DR

The story at a glance

Hansmartin Merz, Inhaber der Emil Merz AG, kaufte 2020 zwei 1967 errichtete Plattenbauten an der Giacomettistrasse 2 und 4 im Berner Ostring und plante zunächst Leerkuendigungen fuer eine Totalsanierung. Seine Tochter Valentina Merz intervenierte, gründete mit Rebecca Geyer das Bureau Giacometti fuer Mieterbetreuung und ermöglichte einen etappierten Umbau, bei dem alle Mieter blieben. Der Artikel wird jetzt berichtet, da die Sanierung abgeschlossen ist und ein positives Beispiel inmitten zahlreicher Leerkündigungen in Bern steht.[[1]](https://www.derbund.ch/bern-sanierung-ohne-leerkuendigung-an-der-giacomettistrasse-654961926728)[[2]](https://www.hauptstadt.be/a/leergekuendigt-und-trotzdem-koennen-alle-bleiben)

Key points

Details and context

Die Gebaeude aus 1967 im Ostring nahe Autobahn wiesen Mängel wie unzureichende Erdbebensicherheit und defekte Balkonverankerungen auf, was eine Totalsanierung erzwang. Durch den Kauf benachbarter Objekte konnte Merz Mieter temporaer umquartieren, waehrend Etagen schrittweise umgebaut wurden – ein Modell, das private Investoren selten waelen.

Valentina Merz' Bureau Giacometti organisierte Dialoge, sammelte Bedürfnisse und sicherte Mitbestimmung, obwohl sie als Tochter des Eigentuemers agierte. Es bezog Mieter in Planung ein und diente als Modell fuer sozialvertraegliches Sanieren; aktuell laufen dort zwei Personen weiter.

Im Kontrast kuendigte die Stadt Bern kuerzlich 84 Parteien fuer Sanierungen, da bewohnte Umbauten nicht machbar waren – Merz' Fall zeigt, dass es mit Planung und Ressourcen privat moeglich ist.[[4]](https://www.blick.ch/politik/84-leerkuendigungen-in-bern-verantwortlich-ist-die-stadt-hinter-jedem-mietvertrag-stehen-menschen-id21756062.html)

Key quotes

Why it matters

In Zeiten steigender Leerkündigungen in Bern und der Schweiz zeigt dieser Fall, dass Totalsanierungen ohne Vertreibung machbar sind, wenn Eigentuemer kreativ planen und Mieter einbinden. Mieter profitieren von niedrigen Mieten und nahtlosem Wohnen, Eigentuemer von Subventionen und gutem Image. Zu beobachten bleibt, ob das Bureau Giacometti als Vorlage fuer weitere Projekte dient oder ob Merz' Modell skaliert wird.