Weißmanns Chats: Druck und Drohungen auf Mitarbeiterin

Source: falter.at

TL;DR

The story at a glance

Barbara Tóth enthüllt im Falter Chat-Nachrichten von Roland Weißmann, ehemaligem ORF-Generaldirektor und Vizefinanzdirektor, an eine anonyme ORF-Mitarbeiterin. Über dreieinhalb Jahre ab 2021 soll er sie mit expliziten Fotos, Drohungen und Druck zu Sex bedrängt haben, obwohl sie ablehnte. Der Bericht erscheint nach Weißmanns Rücktritt am 8. März 2026 und amid anhaltender Causa mit ORF-Untersuchungen.[[1]](https://www.falter.at/zeitung/20260420/in-meiner-welt-haben-wir-sex-wenn-ich-sex-will)[[5]](https://www.diepresse.com/20749353/orf-beendet-dienstverhaeltnis-mit-ex-generaldirektor-roland-weissmann)

Key points

Details and context

Der Artikel ist paywalled, basiert aber auf Tóths direkter Einsicht in über 50 Seiten Chats und Gedächtnisprotokolle von Telefonaten. Die Mitarbeiterin wandte sich erst nach Jahren an den Stiftungsrat, da sie frühere ORF-Fälle von Frauenbelästigung durch Vorgesetzte kannte und Angst hatte. Weißmanns Verhalten eskaliert nach Ablehnungen: Er wird ausfällig, nutzt Hierarchie.[[1]](https://www.falter.at/zeitung/20260420/in-meiner-welt-haben-wir-sex-wenn-ich-sex-will)[[3]](https://kurier.at/kultur/orf-weissmann-vorwuerfe-interview-orf-mitarbeiterin/403141824)

Medienrecht verbietet direkte Zitate oder Bildveröffentlichung, daher paraphrasiert der Falter. Die Betroffene wollte diskrete Lösung, keine Öffentlichkeit; Rücktritt erfolgte unter Stiftungsratsdruck. ORF betont kein systemisches Problem, doch Tóth verknüpft mit früherem Machtmissbrauch im Haus.[[2]](https://www.falter.at/zeitung/20260414/das-kann-jetzt-wirklich-teuer-werden)

Rechtsstreit laufend: Weißmann zeigt Betroffene wegen Erpressung an, Compliance-Bericht entlastet teilweise, Dienstverhältnis endet April 2026.[[4]](https://orf.at/stories/3426266)

Key quotes

„Ich wollte eine wirkungsvolle und diskrete Lösung.“ – ORF-Mitarbeiterin zu Barbara Tóth (Falter-Interview).[[7]](https://www.derstandard.at/story/3000000312867/causa-orf-betroffene-wollte-wirkungsvolle-und-diskrete-loesung)

„Ich brauchte Zeit, meine Angst zu überwinden.“ – ORF-Mitarbeiterin zu Barbara Tóth über ihre Meldung (Falter, wiedergegeben in Kurier und Standard).[[3]](https://kurier.at/kultur/orf-weissmann-vorwuerfe-interview-orf-mitarbeiterin/403141824)

Why it matters

Die Causa zeigt Risiken von Machtungleichgewichten in Hierarchien wie ORF, wo Vorgesetzte Kontakte sexualisieren. Für Mitarbeiterinnen bedeutet es, dass Meldungen Jahre brauchen und mit Gegenangriffen rechnen müssen; ORF riskiert Imageschaden und Klagen. Zu beobachten sind Gerichtsverfahren und Stiftungsratsentscheid zur Nachfolge, deren Ausgang die Vorwürfe klären könnte.

What changed

Vor den Vorwürfen war Roland Weißmann seit 2022 ORF-Generaldirektor mit 31-jähriger Karriere. Am 8. März 2026 trat er zurück, wurde beurlaubt; ORF kündigte Dienstverhältnis im April 2026 trotz fehlender rechtlicher Belästigung. Ingrid Thurnher übernahm interimistisch, interne Prüfungen und Klagen folgten.[[5]](https://www.diepresse.com/20749353/orf-beendet-dienstverhaeltnis-mit-ex-generaldirektor-roland-weissmann)

FAQ

Q: Warum trat Roland Weißmann zurück?

A: Nach Vorwürfen einer Mitarbeiterin wegen Belästigung via Chats forderte der Stiftungsrat Rücktritt; er trat am 8. März 2026 zurück, bestreitet aber die Vorwürfe.

Q: Was zeigen die Weißmann-Chats genau?

A: Über dreieinhalb Jahre Nachrichten mit Druck auf Sex, Dick-Pics und Drohungen trotz Ablehnung; direkte Zitate medienrechtlich nicht erlaubt.

Q: Bestreitet die Betroffene eine Beziehung?

A: Ja, sie erklärt keine Affäre, keinen intimen Kontakt und war bereit, dies unter Eid zu bestätigen.

Q: Was folgt auf den ORF-Bericht?

A: Weißmann klagt gegen Kündigung, Betroffene plant Schritte gegen ORF und ihn; Streit um Erpressungsvorwürfe läuft.