München senkt Taxipreise, zwingt Uber zu Mindestpreisen

Source: abendzeitung-muenchen.de

TL;DR

The story at a glance

Die Taxikommission Münchens hat Mindestpreise für Mietwagenplattformen wie Uber und Bolt beschlossen, um Billigpreise zu stoppen, und gleichzeitig Taxitarife gesenkt. Beteiligt sind die Stadt München, das Taxigewerbe, Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sowie Plattformen, die keinen Kompromiss zeigten. Die Vorlage steht noch vor dem Kreisverwaltungsausschuss am 28. April und dem Stadtrat am 29. April 2026. Der Streit zog sich seit letztem Sommer hin, da Gespräche scheiterten und Verstöße bei Mietwagenfirmen aufgedeckt wurden.[[1]](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847)[[2]](https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/entscheidung-im-taxi-streit-mit-uber-stadt-faellt-preisentscheidung-art-1126353)

Key points

Details and context

Der Konflikt dreht sich um unfairen Wettbewerb: Uber und Bolt vermitteln Mietwagenfahrer, die oft nicht in München ansässig sind und niedrigere Preise anbieten, teilweise nur halb so hoch wie Taxitarife. Die Stadt will durch Mindestpreise bessere Löhne und Sozialstandards sichern, ohne Kunden direkt zu belasten – Plattformen dürfen über dem Minimum abrechnen.

Gespräche mit Anbietern brachten keinen Kompromiss, da diese Preiskorridore und Sanktionen gegen Illegales ablehnten. Trotz steigender Spritpreise (nur 8 % der Taxikosten) stimmte das Gewerbe den Senkungen zu. Die Entscheidung folgt Berichten des Hauptzollamts über systematische Verstöße.

Die AZ berichtet ähnlich: Taxis günstiger, Plattformen müssen Mindestpreise einhalten, nach Verzögerung durch den OB.[[2]](https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/entscheidung-im-taxi-streit-mit-uber-stadt-faellt-preisentscheidung-art-1126353)

Key quotes

„Mindestpreise sind meiner Meinung nach nichts anderes als eine Taxi-Steuer. Warum sollen die Verbraucher gezwungen werden, mehr für Mobilität zu bezahlen, nur um eine Branche vor Wettbewerb zu schützen?“, sagt Christoph Hahn, Deutschland-Chef von Bolt.[[1]](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847)

„Dass die Taxitarife sinken, obwohl die Spritpreise stark steigen, sei nicht das größte Problem, Kraftstoff mache maximal acht Prozent der Gesamtkosten aus“, sagt Thomas Kroker von der Taxigenossenschaft.[[1]](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847)

Why it matters

Die Entscheidung balanciert Mobilitätsangebot in München, wo Taxis und Apps um Passagiere konkurrieren, und adressiert Arbeitsstandards in der Gig-Economy. Für Fahrgäste bedeuten Taxifahrten Einsparungen bei Pauschalen, während App-Fahrten teurer werden könnten, aber faire Preise versprechen. Zu beobachten sind die Abstimmungen am 28./29. April sowie Reaktionen der Plattformen, die die Umsetzung noch beeinflussen könnten.

What changed

Vorher gab es keine Mindestpreise für Mietwagen-Apps, die Rabatte bis zur Hälfte des Taxitarifs erlaubten, und höhere Taxipreise. Nun müssen Plattformen mindestens 5,13 Euro Grundpreis plus 2,43/2,25 Euro/km verlangen, Taxitarife sinken bei Kilometerpreis ab 8. km auf 2,50 Euro und Pauschalen wie Flughafen-HB 96 Euro. Die Taxikommission entschied am 17. April 2026, endgültige Beschlüsse folgen am 28./29. April.[[1]](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847)

FAQ

Q: Welche Mindestpreise gelten künftig für Uber und Bolt in München?

A: Grundpreis 5,13 Euro, 2,43 Euro pro Kilometer für die ersten sieben Kilometer, ab dem achten Kilometer 2,25 Euro. Kampfpreise darunter sind verboten, höhere Preise erlaubt. Die Taxikommission hat das beschlossen, Stadtrat stimmt noch ab.[[1]](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847)

Q: Wie ändern sich die Taxipreise in München?

A: Der Kilometerpreis sinkt ab dem achten Kilometer von 2,70 auf 2,50 Euro, Grundpreis bleibt 5,90 Euro. Pauschalen: Flughafen-Hauptbahnhof 96 statt 106 Euro, Airport-Messe 90 statt 94 Euro. Das ist der Kompromiss des Taxigewerbes.[[1]](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847)

Q: Warum wurde die Entscheidung jetzt getroffen?

A: Vorschläge lagen seit letztem Sommer vor, wurden aber auf OB-Anweisung verschoben für Gespräche mit Plattformen. Diese scheiterten an fehlender Kompromissbereitschaft, Zoll meldete Verstöße. Die Taxikommission handelte am 17. April.[[1]](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847)

Q: Was plant Bolt gegen die Mindestpreise?

A: Bolt-Chef Christoph Hahn nennt sie „Taxi-Steuer“ und schlägt stattdessen MwSt.-Senkung für App-Dienste vor, um Fahrer-Einnahmen zu steigern ohne Preiserhöhung für Kunden.[[1]](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847)