Insider vor Trumps Post: Millionen-Deals wecken Verdacht
Source: zeit.de
TL;DR
- Auffällige Öl- und Aktientrades deuten auf Insiderhandel vor Trumps Ankündigung zu Iran-Gesprächen hin.
- Am 23. März um 6:49 Uhr wurden 6.200 Kontrakte im Wert von 760 Millionen Dollar gehandelt.
- Solche Deals aus Machtzirkeln untergraben Vertrauen in faire US-Märkte.
The story at a glance
An den US-Börsen häufen sich verdächtige Trades kurz vor politischen Ankündigungen von Präsident Donald Trump, insbesondere zu Iran. Am 23. März explodierte das Handelsvolumen bei Öl-Futures und S&P-500-Terminen nur Minuten vor Trumps Post über "gute Gespräche" mit Teheran und Aussetzung von Angriffen. Der Artikel analysiert diese als mögliche Insiderdeals und erwähnt einen Gesetzesvorschlag gegen Politikerhandel; berichtet wird jetzt wegen zunehmender Fälle im Kontext des Iran-Konflikts.[[1]](https://www.zeit.de/geld/2026-04/insiderhandel-usa-donald-trump-us-boerse)[[2]](https://www.zeit.de/geld/2026-04/insiderhandel-usa-donald-trump-us-boerse/seite-2)
Key points
- Auf Polymarkets wurden Wetten auf einen US-Angriff auf Iran am 28. Februar platziert, weniger als 24 Stunden vorher.
- Um 6:49 Uhr am 23. März: In einer Minute 6.200 Kontrakte für Brent- und WTI-Öl gehandelt, Volumen 760 Millionen Dollar (Dow Jones Market Data).
- Kurz danach viele S&P-500-Termingeschäfte; um 7:04 Uhr postete Trump über "produktive Gespräche" mit Teheran und fünf Tage Aussetzung von Attacken auf Energieanlagen.
- Häufung solcher Deals weckt Verdacht auf Infos aus "innersten Zirkeln der Macht".
- "Stop Insider Trading Act" im Kongress: Verbot von Aktien- und Derivatehandel für Politiker und Familien.
- SEC unter neuem Chef Paul Atkins weniger aggressiv gegen Fälle im Präsidentenumfeld; Ex-Direktorin Margaret Ryan kündigte.[[1]](https://www.zeit.de/geld/2026-04/insiderhandel-usa-donald-trump-us-boerse)[[2]](https://www.zeit.de/geld/2026-04/insiderhandel-usa-donald-trump-us-boerse/seite-2)
Details and context
Der Vorfall passt in ein Muster: Trumps Truth-Social-Posts bewegen Märkte stark, besonders im Iran-Krieg, wo Ölpreise und Aktien empfindlich reagieren. Experten wie Stephan Kemper von BNP Paribas sehen Insiderinfos als wahrscheinlich, da normales Timing ungewöhnlich ist.[[3]](https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/trump-boersen-iran-100.html)
SEC und CFTC sind überlastet; frühere Chefs wie Gary Gensler jagten Insider, jetzt fehlt der Druck. Ähnliche Wetten auf Plattformen wie Polymarkets oder Kalshi nutzen politische Infos oft legal, aber Börsendeals sind streng verboten.[[4]](https://www.handelsblatt.com/100213192.html)[[5]](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/boerse-coinbase-prognosemaerkte-insiderhandel-wissen-li.3367128)
Key quotes
- Trump (23. März, Truth Social): „Man führe mit Teheran 'gute und produktive Gespräche' über eine 'umfassende Lösung'. Attacken auf iranische Energieanlagen habe der US-Präsident für fünf Tage ausgesetzt.“[[1]](https://www.zeit.de/geld/2026-04/insiderhandel-usa-donald-trump-us-boerse)
Why it matters
Verdacht auf Insiderhandel aus dem Weißen Haus bedroht die Integrität der weltgrößten Finanzmärkte und öffnet Türchen für Korruption. Investoren und normale Anleger verlieren durch unfaire Vorteile für Insider; Politikerhandel könnte stärker reguliert werden. Beobachten Sie SEC-Untersuchungen und weitere Trades vor Trump-Posts, auch wenn Beweise schwer zu sichern sind.[[1]](https://www.zeit.de/geld/2026-04/insiderhandel-usa-donald-trump-us-boerse)[[2]](https://www.zeit.de/geld/2026-04/insiderhandel-usa-donald-trump-us-boerse/seite-2)