Union plant XL-Steuerentlastung für alle Einkommen

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TL;DR

The story at a glance

Die Union (CDU/CSU) hat ein konkretes Steuerreform-Konzept vorgelegt, das von den Finanzpolitikern Yannick Bury (CDU) und Florian Dorn (CSU) im Handelsblatt Gastbeitrag erarbeitet wurde. Es verspricht Entlastungen für alle Einkommen durch Änderungen am Einkommensteuertarif und soll ab 1. Januar 2027 wirken. Der Vorstoß kommt jetzt, da die schwarz-rote Koalition eine Einkommensteuerreform für kleine und mittlere Einkommen angekündigt hat.

Key points

Details and context

Das Konzept zielt auf mehr Netto vom Bruttoeinkommen ab, um Arbeitsanreize zu stärken und Deutschland steuerlich wettbewerbsfähiger zu machen. Es geht über Korrektur der Kalte-Progression hinaus und entlastet netto alle Gruppen, mit starker relativer Wirkung bei kleinen und mittleren Einkommen. Höhere Einkommen profitieren von niedrigeren Sätzen auf unteren Einkommensanteilen trotz angehobenem Reichensteuersatz.

Finanzierungsmaßnahmen nutzen bestehende Haushaltsspielräume: Subventionen (von 5,5 Mrd. Euro 2015 auf 60 Mrd. heute gestiegen) und nicht-sicherheitsrelevante Ausgaben kürzen. Der Bund übernimmt zunächst 15-20 Mrd. Euro; Länderbeteiligung beschleunigt Umsetzung bis Ende Legislaturperiode 2029.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann unterstützt den Vorschlag als Signal für Aufschwung; SPD reagiert zurückhaltend. Es passt zur Koalitionsankündigung einer Reform ab 2027.[[4]](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/steuern-vorschlag-aus-union-stoesst-auf-zuspruch-spd-lobt-verhalten/100219097.html)

Key quotes

„Die Reform wäre ein Durchbruch in der aktuellen Steuerdebatte. Sie wäre genau das richtige Signal, dass sich in Deutschland etwas zum Guten bewegt.“ – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zu BILD.[[3]](https://www.bild.de/politik/inland/steuerreform-der-union-startet-xl-entlastung-die-reform-waere-ein-durchbruch-69e8edb52e4cc9c6eeb221f0)

„Statt nach immer höheren Staatseinnahmen zu suchen, sollten jedoch zuerst die Einsparpotenziale im Haushalt konsequent gehoben werden.“ – Yannick Bury (CDU) und Florian Dorn (CSU) im Handelsblatt-Gastbeitrag.[[1]](https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-eine-steuerreform-mit-entlastungen-fuer-alle-ist-moeglich/100218634.html)

Why it matters

Die Reform könnte die hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland senken und Wachstum fördern, indem sie Arbeit lohnender macht. Für Arbeitnehmer bedeutet das mehr Netto im Monat – z. B. bis zu 120 Euro bei manchen Einkommen –, für Unternehmen Wettbewerbsvorteile. Zu beobachten sind Koalitionsverhandlungen mit SPD und Finanzminister Lars Klingbeil sowie Umsetzung bis 2027, da Finanzierung und Länderbeteiligung offen sind.

What changed

Vorher greift der Spitzensteuersatz von 42 % ab ca. 70.000 Euro zu versteuerndem Einkommen, Soli für Top-10 %-Verdiener, Reichensteuersatz 45 % ab 277.826 Euro. Nun vorgeschlagen: Spitzensteuersatz ab 85.000 Euro, Soli komplett weg, Reichensteuersatz 47,5 % ab 210.000 Euro. Das Konzept wurde am 22. April 2026 im Handelsblatt vorgestellt.

FAQ

Q: Welche konkreten Änderungen schlägt das Unions-Konzept für den Steuertarif vor?

A: Der Grundfreibetrag steigt um mindestens 1000 Euro, der Spitzensteuersatz von 42 % greift erst ab 85.000 Euro zu versteuerndem Einkommen statt ab 70.000 Euro, und es kommt eine flachere Progression für kleine/mittlere Einkommen. Der Reichensteuersatz erhöht sich auf 47,5 % ab 210.000 Euro, mit linearer Zone dazwischen. Dadurch spart z. B. ein Steuerzahler mit 70.000 Euro ca. 1400 Euro jährlich.[[1]](https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-eine-steuerreform-mit-entlastungen-fuer-alle-ist-moeglich/100218634.html)

Q: Wie soll die Steuerreform finanziert werden?

A: Durch jährliche Kürzung von Bundes-Subventionen und Finanzhilfen um 15 % (22 Mrd. Euro bis 2029) sowie 10 % Einsparungen bei nicht-sicherheitsrelevanten Verwaltungsausgaben (ca. 8 Mrd. Euro). Der Bund deckt zunächst 15-20 Mrd. Euro, schrittweise bis Ende Legislaturperiode.[[1]](https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-eine-steuerreform-mit-entlastungen-fuer-alle-ist-moeglich/100218634.html)

Q: Wann soll die Reform wirken und wen entlastet sie?

A: Ab 1. Januar 2027, schrittweise umsetzbar bis 2029. Alle Einkommen profitieren netto, mit hoher relativer Entlastung bei kleinen und mittleren Einkommen sowie auch höheren durch niedrigere Sätze auf Basisbeträgen.[[1]](https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-eine-steuerreform-mit-entlastungen-fuer-alle-ist-moeglich/100218634.html)

Q: Was sagt Carsten Linnemann zum Konzept?

A: Der CDU-Generalsekretär nennt es einen "Durchbruch in der Steuerdebatte" und das "richtige Signal", dass sich etwas zum Guten bewegt. Es entlastet Arbeitnehmer, Mittelstand und Handwerk bei Subventionsabbau.[[3]](https://www.bild.de/politik/inland/steuerreform-der-union-startet-xl-entlastung-die-reform-waere-ein-durchbruch-69e8edb52e4cc9c6eeb221f0)