Faire Preise statt Subventionen für Landwirte

Source: topagrar.com

TL;DR

The story at a glance

Gabriel Felbermayr, Chef des österreichischen Wirtschaftsinstituts WIFO, spricht im Interview mit top agrar über eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Er kritisiert die doppelte Krise in der Landwirtschaft: wirtschaftlicher Druck und verfehlte Umweltziele. Der Artikel greift seine Ideen aus einer kürzlichen WIFO-Studie auf, die faire Erzeugerpreise durch Marktsignale vorschlägt.[[1]](https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/faire-preise-statt-subventionen-20024464.html)

Key points

Details and context

Die Ideen bauen auf einer WIFO-Studie vom März 2026 auf, die im Auftrag von nature solidarity entstand. Sie kritisiert die GAP für ineffiziente Subventionen und plädiert für das Verursacherprinzip: Wer Umweltschäden verursacht, zahlt – via Marktmechanismen, die Verbraucherpreise anheben, aber sozial abgefedert werden könnten.[[2]](https://www.topagrar.com/oesterreich/gap-neu-denken-umweltkosten-einpreisen-landwirte-entlasten-20024160.html)

Felbermayr sieht Preise nicht mehr primär auf dem Feld entstehen, sondern durch Kapitalmärkte, Krisen und Politik. Grenzausgleiche sollen faire Wettbewerbsbedingungen zu Importen aus Ländern mit laxen Umweltstandards schaffen.

Derzeitige Subventionsabhängigkeit schürt Misstrauen und hemmt Innovation; faire Preise würden Landwirte stärken und Umweltziele effizienter erreichen.

Key quotes

„Wir brauchen eine Politik, die Landwirte als Unternehmer stärkt, nicht als Antragsteller.“ – Gabriel Felbermayr im Interview mit top agrar.[[1]](https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/faire-preise-statt-subventionen-20024464.html)

Why it matters

Die Reform könnte EU-Landwirtschaft resilienter machen, Umweltschäden mindern und Steuergelder sparen. Für Landwirte bedeutet das höhere, stabile Einnahmen aus Preisen statt unsicherer Förderungen; Verbraucher zahlen mehr, bekommen aber nachhaltigere Produkte. Zu beobachten sind Pilotprojekte und GAP-Verhandlungen ab 2028, deren Umsetzung politisch umstritten bleibt.[[1]](https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/faire-preise-statt-subventionen-20024464.html)