Detransition in Stuttgart: Von Jule zu Malte und zurück
Source: swp.de
TL;DR
- Jule aus Stuttgart transitionierte mit 18 zu Malte, bereut es nun mit 21 und startet Detransition.
- Mit 19 Brustamputation, dann Testosteron für ein Jahr, das Stimme und Behaarung veränderte.
- Detransition bringt körperliche Rückbildung, aber starke Zweifel, wie das Umfeld reagieren wird.
The story at a glance
Der Artikel porträtiert die 21-jährige Jule aus Stuttgart, die mit 14 ein Junge sein wollte, mit 18 zu Malte wurde und nun wieder als Frau leben möchte. Beteiligt sind Malte selbst, die Mutter und der Vater sowie ein Psychotherapeut. Die Geschichte wird jetzt berichtet, um den schwierigen Prozess der Detransition und familiäre Dynamiken zu zeigen. Es handelt sich um eine persönliche Erfahrung aus dem Frühjahr und Sommer 2025.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.detransition-in-stuttgart-halte-ich-das-noch-mal-aus-erst-jule-dann-malte-und-jetzt-wieder-jule.0336d580-091a-4e44-9a1f-961859749165.html)[[2]](https://www.swp.de/baden-wuerttemberg/detransition-in-stuttgart-halte-ich-das-noch-mal-aus-erst-jule-dann-malte-und-jetzt-wieder-jule-78759543.html)
Key points
- Mit 14 Jahren outete sich Jule als Junge bei Familie, trug Jungenkleidung, wechselte Schule, fand Online-Unterstützung, aber Eltern verweigerten Pubertätsblocker.
- Mit 18 legale Namensänderung zu Malte, 19 Mastektomie (Brustentfernung).
- Danach Testosteron für ein Jahr: tiefere Stimme, breitere Schultern, Körper- und Gesichtsbehaarung, mehr Kraft.
- Frühjahr 2025: Erste Zweifel, Sommer 2025 Panikattacken nach Infektion, Absetzen des Hormons, Träume vom Fehler.
- Rückabwicklung läuft: Zyklus kehrt zurück, Kraft und Behaarung lassen nach, Laser gegen Bartwuchs.
- Psychotherapeut sieht Zweifel als normal nach langem Kampf; Mutter unterstützt nun, Vater war strikt dagegen.
- Herausforderung: Erklärung gegenüber Umfeld, Hass im Netz bei Detransition, Kontakt zu Selbsthilfegruppe in Stuttgart.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.detransition-in-stuttgart-halte-ich-das-noch-mal-aus-erst-jule-dann-malte-und-jetzt-wieder-jule.0336d580-091a-4e44-9a1f-961859749165.html)
Details and context
Malte fühlte sich anfangs durch die Transition befreit, verdrängte aber Zweifel wie „Ich kann nie stillen“. YouTube-Videos beeinflussten stark und versprachen einfache Lösung, doch Probleme blieben. Eltern setzten auf natürliche Pubertät, Mutter litt unter Sorge, kam aber näher nach Offenbarung der Zweifel.
Die Detransition ist körperlich und seelisch belastend: Stimme bleibt tiefer, volle Rückkehr zu Jule dauert. Malte vermeidet Aufsehen, überlegt Umzug für Neuanfang. Es gibt eine Selbsthilfegruppe für Detransitioner in Stuttgart (detrans@wz-nd.de).
Vergleichbar mit anderen Fällen: Eltern hoffen, dass Zeit hilft, Konflikte zu lösen, ohne irreversible Schritte.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.detransition-in-stuttgart-halte-ich-das-noch-mal-aus-erst-jule-dann-malte-und-jetzt-wieder-jule.0336d580-091a-4e44-9a1f-961859749165.html)
Key quotes
„Halte ich das noch mal aus?“ – Malte über die Rückkehr als Frau.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.detransition-in-stuttgart-halte-ich-das-noch-mal-aus-erst-jule-dann-malte-und-jetzt-wieder-jule.0336d580-091a-4e44-9a1f-961859749165.html)
„Ich würde schon gerne auf die Frauentoilette gehen. Auf der Männertoilette fühle ich mich nicht so richtig wohl.“ – Malte.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.detransition-in-stuttgart-halte-ich-das-noch-mal-aus-erst-jule-dann-malte-und-jetzt-wieder-jule.0336d580-091a-4e44-9a1f-961859749165.html)
„Von Jule bin ich noch weit weg.“ – Malte zur langsamen Rückverwandlung.[[1]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.detransition-in-stuttgart-halte-ich-das-noch-mal-aus-erst-jule-dann-malte-und-jetzt-wieder-jule.0336d580-091a-4e44-9a1f-961859749165.html)
Why it matters
Die Geschichte zeigt Risiken früher Transition bei Jugendlichen und langfristige Folgen irreversibler Eingriffe. Betroffene wie Malte brauchen Unterstützung bei Detransition, Familien ringen mit Akzeptanz und Grenzen. Beobachten Sie Entwicklungen in Selbsthilfegruppen und Debatten zu Mindestaltern für Behandlungen.