Reiches Ministerium bestellte Gaslobby-Argumente gegen Speicher

Source: spiegel.de

TL;DR

The story at a glance

Der Spiegel berichtet, dass das Bundeswirtschaftsministerium unter Katherina Reiche (CDU) beim Energiekonzern EnBW gezielt Argumente gegen Batteriespeicher und für Gaskraftwerke angefordert hat. Beteiligt sind EnBW-Cheflobbyist Holger Schäfer und Ministeriumsmitarbeiter Christian Schmidt. Die Enthüllung kommt jetzt, kurz nach der EU-Einigung zur Kraftwerksstrategie im Januar. Reiche, Ex-Gaslobbyistin bei Westenergie, plant Auktionen für bis zu 41 GW steuerbare Leistung bis 2030 zur Stromsicherung.

Key points

Details and context

Die Kraftwerksstrategie soll Lücken in der Stromversorgung schließen, da Erneuerbare wetterabhängig sind. Reiche einigte sich im Januar mit Brüssel auf Auktionen; erste 12 GW 2026, davon 10 GW mit Kriterien wie 10h-Laufzeit, die Gaskraftwerke begünstigen – Batteriespeicher halten das selten aus.

Reiches Hintergrund: Bis 2025 Vorstandschefin bei Westenergie (E.ON-Tochter mit Gasfokus), davor CDU-Politikerin und Energielobby. Kritiker sehen Interessenkonflikt; sie betont Versorgungssicherheit.

Vergleichbar: Unter Vorgänger Habeck gab es ähnliche EU-Verhandlungen, aber Reiche passte Pläne an, um mehr Gas zu priorisieren. Ob Vorschläge umgesetzt werden, bleibt offen.

Key quotes

„Die Nachricht wurde auf Ersuchen des Ministeriums erstellt.“

(EnBW gegenüber Spiegel)[[2]](https://www.n-tv.de/wirtschaft/Katherina-Reiche-soll-bei-Energiekonzern-Argumente-fuer-Gaskraftwerke-bestellt-haben-id30715113.html)

Why it matters

Die Strategie verteilt Milliarden-Subventionen für Backup-Kapazitäten und prägt Deutschlands Energiewende langfristig. Für Verbraucher und Investoren bedeutet Nähe zu Konzernen wie EnBW höhere Strompreise durch fossile Förderung statt günstiger Speicher; Umweltgruppen warnen vor Klimaschäden. Zu beobachten: EU-Genehmigung der Auktionen, tatsächliche Umsetzung der Kriterien und Reiches Reaktion auf Kritik.