Raserbrüder nach Haft wieder ans Steuer
Source: lkz.de
TL;DR
- Raserbrüder I. und G. dürfen nach Haftstrafe und Führerscheinentzug wieder Auto fahren.
- G. hat 114 Verkehrsverstöße in 14 Jahren, Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Sperre.
- Gericht erlaubt Neuerteilung nach mindestens fünf Jahren ab Rechtskraft trotz massiver Vorstrafen.
The story at a glance
Im Ludwigsburger Raserprozess um ein tödliches illegales Autorennen am 20. März 2025 auf der Schwieberdinger Straße wurden die Brüder G. (Hauptangeklagter, lebenslang wegen Mordes) und I. (13 Jahre wegen versuchten Mordes) verurteilt. Das Landgericht Stuttgart entzog ihnen die Fahrerlaubnis, erlaubt aber nach fünf Jahren eine Neuerteilung. Der Artikel berichtet nun, dass sie trotz 114 Verstößen von G. wieder ans Steuer dürfen – gegen den Wunsch der Staatsanwaltschaft.[[1]](https://www.lkz.de/lokales/stadt-ludwigsburg_artikel,-nach-der-haft-wieder-ans-steuer-raserbrueder-bekommen-fuehrerschein-zurueck-_arid,864638.html)[[2]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.urteil-ludwigsburger-raserprozess-verurteilte-kriegen-nach-haft-wohl-ihren-fuehrerschein-zurueck.02077d40-5b9a-4018-9372-b4265d3ab4c6.html)
Key points
- Unfall: G. raste mit Mercedes in Auto zweier Frauen (22/23 Jahre), beide starben; Rennen mit bis zu 150 km/h in Tempo-50-Zone.
- Urteil (7. April 2026): G. lebenslange Haft wegen zweifachen Mordes, I. 13 Jahre wegen versuchten Mordes; Cousin Kerim U. 1 Jahr Bewährung.
- Führerschein: Entzug für beide Brüder, Neuerteilung möglich nach 5 Jahren ab Rechtskraft – trotz 113-114 Einträge bei G. (Fahren ohne Führerschein, Unfallflucht etc.) und 51 bei I..
- Staatsanwaltschaft forderte lebenslangen Entzug, Gericht entschied anders aus Gründen wie fehlender bleibender Fahruntauglichkeit.
- Brüder: 26 Verurteilungen zusammen vorab, mehrmals Haft; G. 14 Mal verurteilt.[[1]](https://www.lkz.de/lokales/stadt-ludwigsburg_artikel,-nach-der-haft-wieder-ans-steuer-raserbrueder-bekommen-fuehrerschein-zurueck-_arid,864638.html)[[3]](https://motovlog.kradmelder24.de/im-alptraumauto-zum-moerder)
Details and context
Die Brüder Gürkan U. (ca. 32/33) und Ismail U. (ca. 35/36), in Ludwigsburg geboren, türkischer Herkunft, haben lange kriminelle Akten jenseits Verkehrsdelikte (z.B. Körperverletzung, Diebstahl bei G.; Trunkenheit am Steuer bei I.). Ihr Führerschein wurde früher entzogen, aber jeweils nach Gutachten zurückgegeben – Ismail erst zwei Monate vor dem Rennen.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig; Berufung möglich. Es zeigt Grenzen des Führerscheinentzugs: Bei Haft muss nach Sperfrist ein neues Gutachten prüfen, ob jemand fahrberechtigt ist. Innenminister fordert strengere Regeln für Wiederholungstäter.[[2]](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.urteil-ludwigsburger-raserprozess-verurteilte-kriegen-nach-haft-wohl-ihren-fuehrerschein-zurueck.02077d40-5b9a-4018-9372-b4265d3ab4c6.html)[[4]](https://taz.de/Tod-nach-Autorennen-in-Ludwigsburg/!6169219)
Key quotes
Keine direkten Zitate aus dem Artikel verfügbar; sichtbare Teile erwähnen nur die Forderung der Staatsanwaltschaft nach lebenslanger Sperre.
Why it matters
Trotz harter Haftstrafen unterstreicht der Fall Schwächen im Umgang mit Serienverstoßern am Steuer und regt Debatte über lebenslangen Entzug an. Betroffene Familien und Öffentlichkeit sehen Risiko, dass Rückfällige nach Haft erneut gefährden. Zu beobachten: Rechtskraft des Urteils und mögliche Gesetzesänderungen für Raser.