Gleichheit blockiert Exzellenz an Unis
Source: welt.de
TL;DR
- Christine Brinck argumentiert in einem Kommentar, dass Gleichheitsideale den Rückgang deutscher Universitäten zur Weltspitze verhindern.
- Selbst Exzellenz-Unis erreichen keine Top-Rankings international, während echte Wettbewerbsmodelle anderswo wirken.
- Echter Wettbewerb statt Simulation könnte Exzellenz wiederherstellen, wie historisch bei Göttingen und Johns Hopkins.
The story at a glance
Christine Brinck kritisiert in Die Welt (7.4.2026), warum deutsche Hochschulen trotz Exzellenzstrategie international hinterherhinken. Sie nennt Universität Göttingen und die Johns-Hopkins-University als Beispiele für vergangene und fremde Exzellenz. Der Text erscheint inmitten anhaltender Debatten um die dritte Runde der Exzellenzstrategie und schwache globale Rankings deutscher Unis.
Key points
- Deutsche Universitäten waren einst das Maß aller Dinge, heute fehlt es selbst den Exzellenz-Unis an Weltspitzenplatzierungen.[[1]](https://www.welt.de/debatte/plus69cd20a827bf87e811dd8d89/hochschulen-gleichheit-ist-der-feind-der-exzellenz.html)
- Gleichheit als Ideal verhindert echte Hierarchien und Konzentration von Ressourcen an den Besten.
- In den USA fördert echter Wettbewerb Spitzenleistungen, etwa bei Johns Hopkins, anfangs "Göttingen in Baltimore" genannt.[[1]](https://www.welt.de/debatte/plus69cd20a827bf87e811dd8d89/hochschulen-gleichheit-ist-der-feind-der-exzellenz.html)
- Die Exzellenzstrategie simuliert Wettbewerb, bringt aber keine internationalen Erfolge, da Förderung zu breit verteilt wird.[[1]](https://www.welt.de/debatte/plus69cd20a827bf87e811dd8d89/hochschulen-gleichheit-ist-der-feind-der-exzellenz.html)
- Brinck fordert Abkehr von Gleichmacherei zugunsten elitärer Strukturen für globale Wettbewerbsfähigkeit.
Details and context
Deutsche Universitäten profitierten historisch von freiem Wettbewerb und Spezialisierung, wie in Göttingen vor 1933, wo Nobelpreisträger entstanden. Die Exzellenzstrategie (seit 2005, dritte Runde 2019) verteilt Milliarden, doch Rankings wie Shanghai oder Times Higher Education zeigen deutsche Unis selten unter den Top 50 – im Gegensatz zu US-Eliteunis mit privaten Spenden und strenger Auslese.
Brinck kontrastiert dies mit US-Modellen: Unis wie Johns Hopkins oder Stanford ziehen Talente durch Konkurrenz und Meritokratie an, nicht durch gleiche Verteilung. In Deutschland blockiert das Prinzip der Gleichbehandlung aller Hochschulen echte Elitenbildung, trotz Förderung von Clustern und Graduiertenschulen.
Die Debatte passt zu Kritik an der Exzellenzinitiative: Sie schafft Dynamik, verstärkt aber Ungleichheiten zwischen Gewinner- und Verlierunis, ohne globale Durchbrüche.[[2]](https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/handwoerterbuch-politisches-system/202037/hochschulen-hochschulreformen)
Key quotes
Keine direkt zugänglichen Zitate aus dem paywalled Text; Snippets deuten auf Leitlinien wie „Gleichheit ist der Feind der Exzellenz“ und „Wettbewerb gibt es woanders, in Deutschland wird er nur simuliert“ hin.[[1]](https://www.welt.de/debatte/plus69cd20a827bf87e811dd8d89/hochschulen-gleichheit-ist-der-feind-der-exzellenz.html)
Why it matters
Gleichheitsprinzipien schwächen Deutschlands Forschungsposition langfristig gegenüber USA und Asien, wo Eliten dominieren. Für Studierende und Forscher bedeutet das weniger Chancen auf Weltklasse-Umfelder, für Wirtschaft schwächere Innovationen. Beobachten Sie die nächste Exzellenzrunde oder Ranking-Updates, die echte Fortschritte zeigen könnten – oder Brincks Kritik bestätigen.